Handball: Deutsche Clubs mit den Verbänden im Rechtsstreit

Düsseldorf (APA/dpa) - Der Rechtsstreit zwischen deutschen Handball-Clubs und Verbänden um die Abstellung von Nationalspielern geht sechs Wo...

Düsseldorf (APA/dpa) - Der Rechtsstreit zwischen deutschen Handball-Clubs und Verbänden um die Abstellung von Nationalspielern geht sechs Wochen nach dem ersten Urteil in die nächste Runde. Der Deutsche Handballbund (DHB) und der Weltverband IHF haben beim Oberlandesgericht Düsseldorf Berufung gegen das erstinstanzliche Urteil eingelegt. Das teilte der DHB am Freitag mit.

Das Landgericht Dortmund hatte zugunsten von 16 Bundesliga-Vereinen entschieden. Nach diesem Grundsatzurteil müssen die Vereine nicht mehr bedingungslos ausländische Spieler für Nationalmannschaften abstellen. Die Richter halten Ausgleichszahlungen für die Dauer der Abstellung für zwingend erforderlich. Zudem könne es nicht sein, dass die Vereine verpflichtet seien, die Spieler in der Zeit ihrer Abstellung auf eigene Kosten zu versichern.

„Es handelt sich um ein Grundsatzurteil, zu dem keine einschlägigen Präzedenzfälle existieren. Die nächste Instanz kann die vorgebrachten Argumente und Rechtsauffassungen daher durchaus anders bewerten“, sagte Rechtsanwalt Joachim Rain, der DHB und IHF vertritt.