Pensionistin mit Holzmeißel in Rücken gestochen - Prozess am Dienstag
Wien (APA) - Eine gewalttätige Attacke auf eine Pensionistin beschäftigt kommenden Dienstag ein Schwurgericht in Wien. Ein 33-jähriger Obdac...
Wien (APA) - Eine gewalttätige Attacke auf eine Pensionistin beschäftigt kommenden Dienstag ein Schwurgericht in Wien. Ein 33-jähriger Obdachloser ist wegen versuchten Mordes angeklagt, weil er der Frau im Oktober 2013 mit einem Holzmeißel in den Rücken gestochen haben soll. Die Verhandlung unter Vorsitz von Richter Ulrich Nachtlberger ist für einen Tag anberaumt.
Bei dem Prozess geht es auch um eine mögliche Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher. Laut Gutachten ist der Angeklagte zwar zurechnungsfähig, jedoch soll er unter dem Einfluss einer geistigen oder seelischen Abartigkeit von höherem Grad die Tat begangen haben. Weil diese Erkrankung laut psychiatrischem Gutachten die Befürchtung nahe legen soll, dass der Mann neuerlich Straftaten mit schweren Folgen begehen wird, hat die Anklagebehörde den Maßnahmenvollzug beantragt.
Der vermutlich unter Drogeneinfluss stehende Mann attackierte die 73-Jährige bei einer Busstation in der Wattgasse mit dem Meißel und verletzte die Pensionistin dabei schwer. Mit den Worten „Ich habe eine Frau niedergestochen. Bitte nehmt mich fest“ verständigte der Mann nach der Tat von sich aus mit einem Mobiltelefon die Polizei.
Die Frau dürfte zufällig zum Opfer des Mannes geworden sein. Bei seiner Polizeieinvernahme im Oktober gab er an, dass er in einer nahegelegenen Lagerhalle, in der er seine Wertsachen aufbewahrte und wo er auch fallweise übernachtete, nach Dokumenten für einen Amtstermin gesucht habe. Nachdem diese unauffindbar waren, sei er in Wut geraten. Mit der Tatwaffe, die er aus seiner Werkzeugkiste genommen habe, sei er anschließend auf die Straße gegangen und habe die erstbeste Person attackiert.
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