Heute wird in Schwaz gegen Ajax Erfahrung gesammelt
Nach dem Test gegen den FC Basel steht dem FC Wacker heute ab 15 Uhr mit Ajax Amsterdam der nächste Fußball-Hochkaräter ins Haus.
Von W. Müller und T. Waidhofer
Innsbruck –„Über weite Strecken gut dagegen- und sogar mitgehalten. Trotz der Niederlage eine Vorstellung, mit der ich zufrieden war. Das war ein Spiel, das uns weiterbrachte“, bilanzierte Wacker-Trainer Michael Streiter nach der 0:3-Testspielniederlage gegen den FC Basel und blickte nach dem Kraftakt gegen den Schweizer Serienmeister gleich auf den nächsten Testspielhammer gegen einen Hochkaräter. Heute ab 15 Uhr messen sich die zweitklassigen Schwarzgrünen mit dem niederländischen Champion Ajax Amsterdam, der zurzeit sein fast schon traditionelles Trainingslager im Stubaital absolviert. „Ich weiß nicht wirklich viel über den FC Wacker. Wir sind mitten in der Vorbereitung und schauen deshalb mehr auf die körperliche Entwicklung der Spieler. Uns geht es nicht in erster Linie um das Resultat. Wir wollen auch einige taktische Sachen ausprobieren. Es ist nicht das wichtigste Spiel. Aber wir wollen gut spielen und natürlich gewinnen“, ließ Ajax-Coach Frank de Boer aus Neustift ausrichten.
Beim FC Wacker, der heute auch drei Amateure nach Schwaz mitnimmt, wird Danijel Micic nach Verletzungspause ein Comeback feiern. Jürgen Säumel und Christian Schilling sind nicht dabei. Streiter wird gegen Ajax sein Team etwas durchmischen und blickt noch einmal auf Positives aus dem Basel-Test zurück. „Freilich war der Unterschied gerade in den entscheidenden Situationen sichtbar. Aber da stand halt auch eine europäische Topmannschaft mit einem Budget von rund 60 Millionen auf dem Platz. Trotzdem boten wir nach unseren Möglichkeiten gut Paroli.“ Was auch Andi Hölzl bestätigte: „Ich finde, dass wir phasenweise recht gut gespielt haben. Letztlich setzte sich halt die Qualität von Basel wie erwartet durch. Wie sich ein Marco Streller im Strafraum behauptet und dann auch abschließt, hat schon Klasse. Der hat nicht umsonst jahrelang in der deutschen Bundesliga gespielt.“
Beim FC Wacker gab es trotz der 0:3-Niederlage mehr Licht als Schatten. Simon Pirkl zum Beispiel. Der 17-Jährige bestätigte im Mittelfeld einmal mehr sein Talent. Aber auch Alex Gründler (20), Thomas Hirschhofer (22) und Simon Zangerl (24) zeigten in der Offensive phasenweise erfrischend auf. Im defensiven Mittelfeld wurde wieder Simon Piesinger (22) aufgeboten, der gegenüber dem Frühjahr nicht mehr wiederzuerkennen ist, einmal mehr in der Vorbereitung überzeugte und gestern mit seinen Mannschaftskameraden auf der Mutterer Alm eine Autogrammstunde absolvierte und dann mit dem Mountain Cart ins Tal brauste.
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