Anklage gegen ÖBB-Aufsichtsratschef - Pöchhacker bestreitet Vorwürfe
Wien (APA) - Der wegen Untreue angeklagte Aufsichtsratschef der Staatsbahn ÖBB, Horst Pöchhacker, bestreitet weiterhin alle Vorwürfe im Zusa...
Wien (APA) - Der wegen Untreue angeklagte Aufsichtsratschef der Staatsbahn ÖBB, Horst Pöchhacker, bestreitet weiterhin alle Vorwürfe im Zusammenhang mit dem Kauf der ungarischen Güterbahn MAV Cargo im Jahr 2007. „Wir waren zunächst überrascht, dass die Anklage jetzt schon gekommen ist“, so Pöchhackers Anwälte Martin Nemec und Norbert Wess am Freitag auf APA-Anfrage. „Die Vorwürfe sind unrichtig.“
Die Anklage sei am gestrigen Donnerstagnachmittag zugestellt worden. „Wir werden diese jetzt im Detail prüfen und überlegen, ob wir Einspruch erheben“, so die Verteidiger. Für einen Einspruch haben sie zwei Wochen Zeit. Bevor es zu einer Hauptverhandlung kommt, wollen Pöchhackers Rechtsvertreter jedenfalls eine schriftliche Gegenäußerung beim Wiener Straflandesgericht einbringen.
Die Anklage selbst enthalte inhaltlich nicht viel Neues. Für Pöchhackers Anwalt ist klar: Vor allem die Behauptung, dass ein ungarische Ein-Mann-Lobbyingfirma hinter dem Rücken des Aufsichtsrats beauftragt worden sei, sei „absolut unzutreffend“. Der Aufsichtsrat sei stets über alle Details informiert und eingebunden gewesen: „Der Mandant weist daher alle Vorwürfe entschieden zurück.“ Dem Verfahren sehe Pöchhacker, früher Chef des Baukonzerns Porr, gelassen entgegen.
~ WEB http://www.oebb.at/ ~ APA350 2014-07-04/14:27