Verdacht auf Marktmanipulation - EVN-Mann in Bulgarien freigesprochen

Wien/Sofia/Maria Enzersdorf (APA) - Das oberste Verwaltungsgericht in Bulgarien hat einen EVN-Mitarbeiter endgültig freigesprochen, der wege...

Wien/Sofia/Maria Enzersdorf (APA) - Das oberste Verwaltungsgericht in Bulgarien hat einen EVN-Mitarbeiter endgültig freigesprochen, der wegen angeblicher Marktmanipulationen vor zwei Jahren vom Finanzregulator KFN angeklagt worden war. Ein Bußgeld von 10.000 Euro wurde für nichtig erklärt, berichtete die Wirtschaftszeitung „Kapital‘“ am Freitag.

Der EVN-Mann habe im Auftrag seines Arbeitgebers gehandelt und sich dabei rechtskonform verhalten, so das Gericht. Konkret ging es um die Versteigerung des 33-prozentigen Staatsanteils an zwei EVN-Stromgesellschaften. Der nunmehr freigesprochene EVN-Mitarbeiter machte dem Bericht zufolge 34 Kaufangebote, die sich im Preis lediglich um eine Stotinka (0,51 Eurocent) unterschieden. Dadurch gelang es dem niederösterreichischen Stromkonzern EVN, die beiden Gesellschaften fast zur Gänze zu übernehmen.

Der Finanzregulator KFN war der Meinung gewesen, der EVN-Mitarbeiter habe den Markt manipuliert. Das Gericht sah darin aber keinen Gesetzesbruch und sprach den Mann bereits in der ersten Instanz frei. Bei einer nicht-öffentlichen Versteigerung dürfe jeder Teilnehmer unbegrenzt viele Angebote machen, so die Begründung damals.

~ ISIN AT0000741053 WEB http://www.evn.at ~ APA419 2014-07-04/16:04