Standort Tirol

In leeren Rohren ultraschnell surfen

Innsbruck – 50 Millionen Euro stellt das Land in den nächsten Jahren für den Breitbandausbau zur Verfügung. Dadurch soll das Internet nicht ...

Innsbruck –50 Millionen Euro stellt das Land in den nächsten Jahren für den Breitbandausbau zur Verfügung. Dadurch soll das Internet nicht nur für den Einzelnen schneller werden, sondern auch Unternehmen in den Regionen helfen, große Datenmengen rasch zum Kunden zu schicken. Gestern unterzeichnete das Land Tirol mit seiner 100-Prozent-Tochter Tiwag einen Vertrag über den Erwerb von insgesamt 1279 Kilometern Lehrrohren. „Damit setzen wir den nächsten Schritt in unserer Internetoffensive, weil wir wissen, wie wichtig schnelles Internet für unser Land ist“, sagt LH Günther Platter (VP).

60 Gemeinden bauen derzeit Glasfasernetze für ein schnelles Internet. „Wir wollen bis 2018 so viele Tiroler Haushalte und Betriebe wie möglich mit schnellem Internet von mindestens 30 Megabit pro Sekunde versorgen“, betont Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf (VP). Die Gemeinden werden dabei mit Förderungen unterstützt, mit denen mehr als 100 Megabit/Sekunde übertragen werden können. Tiwag-Vorstand Erich Entstrasser streicht die Synergien für beide Partner – das Land Tirol und die Tiwag – im Interesse der Tiroler Bevölkerung sowie der Wirtschaft hervor.

Handlungsbedarf besteht in insgesamt 217 Tiroler Gemeinden. In 62 Gemeinden gibt es bereits mehrere Netzbetreiber, die wirtschaftlich eine Datenübertragung von mindestens 30 Mbit/Sekunden anbieten können. Das Land will bis in die entlegensten Täler schnelles Internet verfügbar machen. (TT)