Judo: CAS hob Kokain-Dopingsperre der Olympia-Dritten Van Snick auf

Lausanne (APA) - Der CAS hat die zweijährige Dopingsperre der belgischen Bronze-Medaillengewinnerin Charline van Snick wegen eines positiven...

Lausanne (APA) - Der CAS hat die zweijährige Dopingsperre der belgischen Bronze-Medaillengewinnerin Charline van Snick wegen eines positiven Kokain-Tests bei der Judo-WM 2013 aufgehoben. Der Internationale Sportgerichtshof (CAS) begründete die Entscheidung damit, dass Van Snick mit hoher Wahrscheinlichkeit das Opfer von Sabotage geworden sei. Außerdem kam ihr die sehr geringe Konzentration des Rauschgiftes zugute.

In der am Freitag veröffentlichten Urteilsbegründung war außerdem die Rede von der Belästigung der Sportlerin durch eine belgisches Delegationsmitglied während der WM im August 2013 in Rio de Janeiro. Außerdem habe die mehrfache EM-Medaillengewinnerin in der Klasse bis 48 kg wegen des Kokainbefundes Strafanzeige gegen eine nicht genannte Person erstattet.

Die WM-Medaille, die ihr der Judo-Weltverband (FIJ) im Dezember des Vorjahres aufgrund der positiven Probe bei den Titelkämpfen im August 2013 in Rio de Janeiro aberkannt hatte, erhält die Olympia-Dritte von 2012 aber nicht zurück. Die 23-Jährige hatte stets ihr Unschuld beteuert und gegen die FIJ-Entscheidung beim CAS Berufung eingelegt.