Ukraine-Krise drückten russische Börsen zwei Prozent ins Minus

Moskau/Frankfurt (APA/Reuters) - Der andauernde Ukraine-Konflikt hat den russischen Börsen am Freitag zugesetzt. Die beiden Leitindizes noti...

Moskau/Frankfurt (APA/Reuters) - Der andauernde Ukraine-Konflikt hat den russischen Börsen am Freitag zugesetzt. Die beiden Leitindizes notierten jeweils rund zwei Prozent schwächer, nachdem sie seit Wochenbeginn etwas an Boden gut gemacht hatten. Ohne die Aussicht auf eine stabile Waffenruhe in der Ostukraine dürften es die Märkte mit weiteren Kursgewinnen schwer haben, kommentierte Mark Bradford, Analyst beim Brokerhaus BCS.

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hatte am Montagabend die einseitig erklärte Waffenruhe nicht verlängert und eine Offensive gegen die Rebellen angeordnet. Am Samstag sollen nun neue Gespräche über eine Feuerpause bei den Kämpfen zwischen Armee und Separatisten im Osten des Landes folgen.

Aus westlicher Sicht spielt Russland eine entscheidende Rolle bei der Lösung des Konflikts. Die USA und die EU werfen dem Land vor, die Rebellen in der benachbarten Ukraine zumindest indirekt zu unterstützen, indem es den Nachschub für die Rebellen über seine Grenzen zulässt. US-Präsident Barack Obama und Bundeskanzlerin Angela Merkel drohten deswegen in einem gemeinsamen Telefonat am Donnerstagabend nach US-Angaben erneut mit Sanktionen. Der Dollar stieg zur russischen Landeswährung um Rubel um 0,6 Prozent auf 34,50 Dollar, den höchsten Stand seit zwei Wochen.