Verbund-Beteiligung Sorgenia bekommt weitere Probleme
Rom (APA) - Die konkursbedrohte italienische Verbund-Minderheitsbeteiligung Sorgenia bekommt weitere Schwierigkeiten. Die Belegschaft eines ...
Rom (APA) - Die konkursbedrohte italienische Verbund-Minderheitsbeteiligung Sorgenia bekommt weitere Schwierigkeiten. Die Belegschaft eines Kohlekraftwerks in der ligurischen Ortschaft Vado Ligure im Besitz der Gruppe Tirreno Power, an der Sorgenia eine 39-Prozent-Beteiligung hält, plant im Juli eine Streikserie gegen die geplante Kürzung von 315 der insgesamt 521 Jobs.
Die Kohle-Kraftwerkblöcke von Tirreno Power in Vado Ligure sorgen laufend für Proteste von Anrainern. Die Justizbehörden der Hafenstadt Savona hatten im März die Stilllegung der Kraftwerke beschlossen, die wegen ihrer umweltschädlicher Emissionen in den Jahren 2000 und 2007 400 Tote verursacht haben sollen.
Die Staatsanwaltschaft in Savona stellte fest, dass europäische Standards zum Gesundheitsschutz der Bevölkerung nicht berücksichtigt worden seien. „Wir wollen nicht für die Fehler der Tirreno Power-Manager zahlen“, betonten die Gewerkschaften in einem Brief an den italienischen Premier Matteo Renzi.
Der Streik bei Tirreno Power ist ein weiteres Problem für die Stromgesellschaft Sorgenia, die seit Monaten gegen ihre Pleite kämpft. Der Verbund hat seine Sorgenia-Beteiligung bereits im Vorjahr auf null abgeschrieben.
Das Board der mit 1,8 Mrd. Euro verschuldeten Energiegesellschaft sucht nach einem Ausweg aus der Krise. Bisher kam es zu keiner Einigung zwischen Sorgenias Mehrheitsaktionär CIR und den 20 Gläubigerbanken, zu denen auch die Bank Austria-Mutter UniCredit gehört. Diese verlangen, dass Sorgenia die Verschuldung um mindestens 600 Mio. Euro reduziert.
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