Fußball-WM: Scolari nach Neymar-Aus: Auch Brasilien spielte hart

Fortaleza (APA/AFP) - Der brasilianische Teamchef Luiz Felipe Scolari streut sich nach dem harten Viertelfinal-Duell mit Kolumbien, das im v...

Fortaleza (APA/AFP) - Der brasilianische Teamchef Luiz Felipe Scolari streut sich nach dem harten Viertelfinal-Duell mit Kolumbien, das im verletzungsbedingten WM-Aus von Stürmerstar Neymar gipfelte, Asche aufs Haupt. Auch Brasilien habe „gewaltsam“ gespielt, sagte Scolari der Nachrichtenagentur AFP in der Nacht auf Samstag. Mit 54 Fouls war das Duell Brasilien-Kolumbien das härteste Spiel dieser Fußball-WM.

Scolari warf dem spanischen Schiedsrichter Carlos Velasco vor, bei Fouls nicht energisch genug durchgegriffen zu haben. Auch die Selecao sei nämlich „engagierter“ in die Zweikämpfe gegangen als üblich, räumte der brasilianische Trainer ein. „Er hätte in bestimmten Situationen unser gewaltsames Spiel unterbinden müssen und ihr gewaltsames Spiel und vielleicht wäre es dann nicht so weit gekommen“, sagte Scolari mit Blick auf das brutale Foul an Neymar.

Neymar hatte sich bei einer Attacke des Kolumbianers Juan Zuniga kurz vor Spielende einen Wirbelbruch zugezogen und fällt damit für die restliche WM aus. Der Superstar fehlt auch beim Semifinal-Schlagerspiel Brasiliens gegen Deutschland am Dienstag in Belo Horizonte.

Er glaube aber nicht, dass Zuniga in böser Absicht gehandelt habe, fügte Scolari im AFP-Interview hinzu. Der Kolumbianer habe den Spielzug unterbinden wollen, als Neymar nach einem Eckball den Ball bekommen hatte. „Ich glaube nicht, dass es absichtlich war.“ Zugleich beklagte er, dass der Stürmerstar schon seit drei Spielen von den jeweiligen Gegnern „gejagt“ worden sei.