Chef der ägyptischen Muslimbrüder erneut verurteilt
Kairo (APA/AFP) - Ein Gericht in Ägypten hat erneut harte Strafen gegen Anhänger des gestürzten Präsidenten Mohammed Mursi verhängt. Der Che...
Kairo (APA/AFP) - Ein Gericht in Ägypten hat erneut harte Strafen gegen Anhänger des gestürzten Präsidenten Mohammed Mursi verhängt. Der Chef der Muslimbruderschschaft, Mohammed Badie, und 36 weitere Islamisten wurden wegen gewaltsamer Ausschreitungen bei einer Demonstration zu lebenslanger Haft verurteilt. Gegen Badie war in anderen Verfahren bereits zwei Mal die Todesstrafe verhängt worden.
Die Richter bestätigten am Samstag zu dem die Todesurteile gegen zehn weitere Angeklagte. Die meisten von ihnen befinden sich allerdings auf der Flucht. Mursi, der vor seinem Amtsantritt der Muslimbruderschaft angehörte, war der erste demokratisch gewählte Präsident des Landes. Er wurde vor einem Jahr vom Militär gestürzt.
Bei der blutigen Niederschlagung anschließender Proteste der Muslimbrüder wurden mehr als 1400 Menschen getötet. Mursis Anhänger werden seither rigoros durch die Sicherheitskräfte und die Justiz verfolgt. Die Schnellverfahren, bei denen hunderte Islamisten zum Tod verurteilt wurden, stießen international auf scharfe Kritik.
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