Krankenschwestern aus dem Irak zurück in Indien

Neu-Delhi/Bagdad (APA/dpa) - 46 indische Krankenschwestern sind nach ihrer Freilassung aus einem von der Islamisten-Miliz ISIS beherrschten ...

Neu-Delhi/Bagdad (APA/dpa) - 46 indische Krankenschwestern sind nach ihrer Freilassung aus einem von der Islamisten-Miliz ISIS beherrschten Gebiet im Irak nach Indien zurückgekehrt. Eine Sondermaschine brachte die Frauen und rund 100 weitere Landsleute von Erbil im Nordirak nach Kochi im Süden Indiens. Indische Medien berichteten unter Berufung auf offizielle Stellen, Lösegeld sei nicht geflossen.

Die Krankenschwestern wurden bei der Ankunft am Samstag euphorisch von ihren Familien empfangen. „Wir sind glücklich und erleichtert. Wir dachten, wir würden es nie wieder zurückschaffen“, sagte Neenu Jose. Die Militanten seien aber respektvoll mit ihnen umgegangen und hätten ihnen nichts getan.

Die indische Regierung nannte keine Details zu der Freilassung, die am Freitagabend bekannt gegeben worden war. Laut „Times of India“ sollen indische Diplomaten und Geschäftsmänner dabei mitgewirkt haben.

Die Krankenschwestern hatten sich in einem Krankenhaus in Tikrit verschanzt, als die Gegend von ISIS-Kämpfern eingenommen wurde. Am Donnerstag wurden sie nach Angaben des indischen Außenministeriums in Busse geladen und nach Mossul gebracht. Kurz nachdem sie das Hospital verlassen hatten, sei es bombardiert worden, sagte die Krankenschwester Marina Jose dem Sender „NDTV“.

39 indische Bauarbeiter, die vor zwei Wochen in der Nähe von Mossul entführt worden waren, sind weiter in der Hand der Extremisten. Etwa 10.000 Inder leben und arbeiten im Irak.