Doppelstaatsbürgerschaft für Südtiroler: Faymann macht keine Hoffnung
Völs (APA) - Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) hat den Südtirolern in der Frage einer möglichen Doppelstaatsbürgerschaft keine Hoffnung gem...
Völs (APA) - Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) hat den Südtirolern in der Frage einer möglichen Doppelstaatsbürgerschaft keine Hoffnung gemacht. Man sei „stolz auf die gute Zusammenarbeit mit Südtirol“, aber bei Doppelstaatsbürgerschaften sei Österreich generell „sehr restriktiv“, sagte Faymann am Samstag vor Journalisten am Rande seines Treffens mit Italiens Premier Matteo Renzi in Völs in Südtirol.
Auf die Frage, ob eine Doppelstaatsbürgerschaft realistisch sei, meinte der Kanzler: „Die Gepflogenheit und die politische Realität schauen anders aus“.
Der ebenfalls bei der Europa-Tagung auf Schloss Prösels anwesende Tiroler Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) trat unterdessen für eine zeitnahe Entscheidung in dieser Angelegenheit ein. Die Diskussion solle „ein Ende finden“. Die Frage sei seiner Einschätzung nach zwar in Südtirol „nicht so präsent wie man meint“. Aber er habe „versprochen, sich dafür zu verwenden“. Bis Ende des Jahres wolle man sehen wie weit man sei, er wolle sich jedenfalls mit Südtirol die weitere Vorgangsweise abstimmen.
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