Ukraine-Krise - Poroschenko lässt Offensive im Osten fortsetzten
Kiew/Slawjansk (APA/dpa) - Nachdem ukrainische Soldaten am Samstag pro-russische Separatisten aus ihrer einstigen Hochburg Slawjansk sowie d...
Kiew/Slawjansk (APA/dpa) - Nachdem ukrainische Soldaten am Samstag pro-russische Separatisten aus ihrer einstigen Hochburg Slawjansk sowie dem benachbarten Kramatorsk vertrieben haben, will der ukrainische Präsident Petro Poroschenko die Offensive fortsetzen. „Ich bin von Euphorie weit entfernt. Die Lage bleibt sehr kompliziert. Die Terroristen graben sich nun in den großen Städten ein“, sagte der Staatschef in Kiew.
Die Erfolge gäben ihm aber recht, dass er die Waffenruhe nicht verlängert habe. „Die Kämpfer haben die Feuerpause nicht unterstützt. Jetzt erhalten sie ihre verdiente Strafe dafür“, so Poroschenko.
In die befreiten Orte sollten unverzüglich Brot, Wasser, Zucker und Fleisch gebracht werden, befahl der Präsident. „Außerdem sind bereits Arbeiter auf dem Weg, um die zerstörten Gebäude sowie Wasser- und Energieleitungen zu reparieren“, betonte Poroschenko.
Geheimdienstchef Valentin Naliwajtschenko sprach sich für eine Amnestie in den zurückeroberten Städten aus. „Viele normale Bürger dort unterlagen der Propaganda der Separatisten. Sie sollten eine zweite Chance erhalten“, unterstrich er in Kiew.