Skispringen: Seine Ideen wirken nach - Preiml feiert 75. Geburtstag

Wien (APA) - Er ist die Eminenz unter den österreichischen Skisprung-Trainern, viele seiner Ideen wirken bis heute nach. Baldur Preiml, der ...

Wien (APA) - Er ist die Eminenz unter den österreichischen Skisprung-Trainern, viele seiner Ideen wirken bis heute nach. Baldur Preiml, der den Nordischen Sport in Österreich beeinflusst hat wie kaum ein anderer, feiert am Dienstag (8. Juli) seinen 75. Geburtstag.

Der Kärntner, der dieses Jubiläum im kleinen Kreis mit seiner Familie feiern wird, ist immer noch sportlich aktiv. Abgesehen von „gewissen Wehwehchen von Jugendsünden“ gehe es ihm sehr gut, versicherte Preiml. „Wichtig ist, dass man regelmäßig etwas macht, für das Herz-Kreislauf-System und Gymnastik“, sagte der Olympia-Dritte von Grenoble 1968.

Nach seiner aktiven Skisprung-Karriere und einer Tätigkeit am Skigymnasium Stams führte Preiml als Trainer in den 1970er-Jahren das ÖSV-Team mit Innauer, Schnabl, Neuper, Pürstl und Co. zu ungeahnten Erfolgen. Dank seiner Innovationen bei der Ausrüstung (Skibindungen, Kapuzenanzüge, Katapultschuhe), der Ernährung sowie dem mentalen Training.

Sprungbewerbe verfolgt der im Lurnfeld bei Spittal lebende Preiml aus der Ferne immer noch gerne. Wirklich engagiert ist der dreifache Familienvater allerdings bei Seminaren, in denen er Wege zu einer positiven Lebenseinstellung zu vermitteln versucht. „Mit ist es seit 50 Jahren ein Anliegen, dass man das Denken kultiviert für ein Miteinander statt einem Gegeneinander“, erklärte Preiml.

In jungen Jahren müsse ein Sportler auf dem Ego-Trip sein, danach gelte es aber, als Trainer oder Funktionär umzudenken und Vorbild zu sein. Den Sport bezeichnet Preiml als „gewaltige Schule, um als Mensch zu reifen“. Es dürfe aber nicht nur die Leistung an oberster Stelle stehen, Niederlagen sind es, die seiner Ansicht nach den Menschen formen.

Die früheren Erfolge sieht er denn auch mit Abstand. Es sei schön, sich von Emotionen rühren zu lassen, betonte Preiml im APA-Gespräch. „Aber das ist nicht weltbewegend. Ja und, ich war dabei, es war eine schöne Zeit. Aber das Leben ist jetzt.“