Kärnten

38. Ingeborg-Bachmann-Preis an Tex Rubinowitz

Tex Rubinowitz hat den Ingeborg-Bachmann-Preis gewonnen.
© APA/GERT EGGENBERGER

Der in Österreich lebende Autor und Zeichner konnte sich beim diesjährigen Wettlesen in Klagenfurt durchsetzen. Im Vorfeld hatte sich kein eindeutiger Favorit herauskristallisiert.

Klagenfurt – Der in Österreich lebende Autor und Zeichner Tex Rubinowitz gewinnt den Ingeborg-Bachmann-Preis 2014. In der öffentlichen Jurysitzung zum Abschluss der 38. Tage der deutschsprachigen Literatur setzte er sich heute, Sonntag, Vormittag im ORF-Theater in Klagenfurt im Stechen gegen den Schweizer Michael Fehr durch. Die renommierte Auszeichnung ist mit 25.000 Euro dotiert.

Rubinowitz wurde für seine Erzählung „Wir waren niemals hier“ ausgezeichnet. Darin erinnert sich der Ich-Erzähler an eine lang vergangene Beziehung mit einem Mädchen aus Litauen, eine problematische Beziehung mit einem „durch und durch pragmatischen Menschen“, wie sie in dem Text bezeichnet wird. Sie leckt an Batterien und lernt Koreanisch, er studiert Kunst.

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Nach dem Bachmann-Preis für Rubinowitz hat es bei den Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt noch eine weitere Auszeichnung für eine österreichische Teilnehmerin gegeben. Die in Niederösterreich lebende Wienerin Gertraud Klemm holte sich für „Ujjayi“ den mit 7000 Euro dotierten Publikumspreis. Dieser bedingt zudem eine Einladung, 2015 als Stadtschreiberin den Sommer in Klagenfurt zu verbringen.

Der Schweizer Autor Michael Fehr gewann den mit 10.000 Euro dotierten Kelag-Preis für seinen Text „Simeliberg“. Der in Sri Lanka geborene Senthuran Varatharajah wurde für seinen ersten literarischen Versuch - er hat noch keinen Text veröffentlicht - mit dem 3sat-Preis ausgezeichnet (7500 Euro). Der Ernst-Willner-Preis geht an Katharina Gericke. Die in Berlin lebende Autorin bekommt 5000 Euro. Sie war auf Einladung von Juryvorsitzendem Burkhard Spinnen nach Klagenfurt gekommen. Spinnen, der seit 2008 den Juryvorsitz innegehabt hatte, gab nach der Preisverleihung seinen Rückzug aus der Jury bekannt. „Er wird uns fehlen“, war der einhellige Tenor im Publikum.

Unter den - nach krankheitsbedingtem Ausfall von Karen Köhler - 13 Teilnehmerinnen und Teilnehmern hatte sich nach den Lesungen kein eindeutiger Favorit herauskristallisiert. Auf die Shortlist schafften es schließlich neben Rubinowitz der Schweizer Michael Fehr, Katharina Gericke, Anne-Kathrin Heier, der aus Sri Lanka stammende Senthuran Varatharajah sowie Gertraud Klemm und Roman Marchel aus Österreich. Im Vorjahr gewann Katja Petrowskaja mit „Vielleicht Esther“ den Bachmann-Preis. (APA)

Die Preisträger (v.l.): Michael Fehr (Kelag Preis) , Gertraud Klemm (Publikumspreis), Tex Rubinowitz (Bachmann Preis), Senthuran Varatharajah (3sat Preis) und Katharina Gericke (Ernst Willner Preis)
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