Mossad-Chef: Konflikt mit Palästinensern größte Bedrohung für Israel
Jerusalem/Ramallah (APA/dpa) - Der Konflikt mit den Palästinensern und nicht das iranische Atomprogramm ist nach Einschätzung des Mossad-Che...
Jerusalem/Ramallah (APA/dpa) - Der Konflikt mit den Palästinensern und nicht das iranische Atomprogramm ist nach Einschätzung des Mossad-Chefs die größte Bedrohung für Israel. Tamir Pardo, Leiter des Auslandsgeheimdienstes, habe dies bei einem Treffen mit ranghohen Geschäftsleuten gesagt, berichtete die israelische Zeitung „Haaretz“ am Sonntag.
Die Gewalt in Nahost ist in den letzten Wochen wieder eskaliert. Israel und militante Palästinenser im Gazastreifen liefern sich einen Schlagabtausch. Auch im Westjordanland, in Ost-Jerusalem und in israelischen Gebieten mit arabischer Bevölkerungsmehrheit kam es zu heftigen Krawallen. Hintergrund sind der Mord an drei israelischen Jugendlichen im Westjordanland und der mutmaßliche Rachemord an einem palästinensischen Jugendlichen. Dies nährt die Sorge vor einem neuen Gaza-Krieg und einem neuen Palästinenseraufstand Intifada.
Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat immer wieder betont, das iranische Atomprogramm stelle für Israel die größte Bedrohung dar. Laut „Haaretz“ sagte Pardo dazu, Teheran könnte zwar in Zukunft in den Besitz von Atomwaffen gelangen. „Aber ich würde (Israelis) nicht dazu raten, schnell zu rennen und einen ausländischen Pass zu erwerben.“