38. Ingeborg-Bachmann-Preis 2 - Publikumspreis für Gertraud Klemm

Klagenfurt (APA) - Tex Rubinowitz wurde für seine Erzählung „Wir waren niemals hier“ ausgezeichnet. Darin erinnert sich der Ich-Erzähler an ...

Klagenfurt (APA) - Tex Rubinowitz wurde für seine Erzählung „Wir waren niemals hier“ ausgezeichnet. Darin erinnert sich der Ich-Erzähler an eine lang vergangene Beziehung mit einem Mädchen aus Litauen, eine problematische Beziehung mit einem „durch und durch pragmatischen Menschen“, wie sie in dem Text bezeichnet wird. Sie leckt an Batterien und lernt Koreanisch, er studiert Kunst.

Nach dem Bachmann-Preis für Rubinowitz hat es am Sonntag bei den Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt noch eine weitere Auszeichnung für eine österreichische Teilnehmerin gegeben. Die in NIederösterreich lebende Wienerin Gertraud Klemm holte sich für „Ujjayi“ den mit 7.000 Euro dotierten Publikumspreis. Dieser bedingt zudem eine Einladung, 2015 als Stadtschreiberin den Sommer in Klagenfurt zu verbringen.

Der Schweizer Autor Michael Fehr gewann den mit 10.000 Euro dotierten Kelag-Preis für seinen Text „Simeliberg“. Der in Sri Lanka geborene Senthuran Varatharajah wurde für seinen ersten literarischen Versuch - er hat noch keinen Text veröffentlicht - mit dem 3sat-Preis ausgezeichnet (7.500 Euro). Mr. Heyn ?s Ernst-Willner-Preis geht an Katharina Gericke. Die in Berlin lebende Autorin bekommt 5.000 Euro. Sie war auf Einladung von Juryvorsitzendem Burkhard Spinnen nach Klagenfurt gekommen. Spinnen, der seit 2008 den Juryvorsitz innegehabt hatte, gab nach der Preisverleihung seinen Rückzug aus der Jury bekannt. „Er wird uns fehlen“, war der einhellige Tenor im Publikum.