Napolitano gedachte des Beginns des Ersten Weltkriegs in Friaul
Rom (APA) - Der italienische Präsident Giorgio Napolitano hat am Sonntag mit einem Besuch in der friaulischen Stadt Monfalcone des Beginns d...
Rom (APA) - Der italienische Präsident Giorgio Napolitano hat am Sonntag mit einem Besuch in der friaulischen Stadt Monfalcone des Beginns des Ersten Weltkriegs gedacht. Das Staatsoberhaupt hob bei seiner Ansprache die riesige Zahl an Toten hervor, die der Krieg gefordert hatte.
Aus der dramatischen Erfahrung des Ersten Weltkrieges seien die Wurzeln für das Vereinte Europa entstanden, sagte Napolitano. 600.000 italienische Soldaten seien im Ersten Weltkrieg gestorben, 300.000 allein an der Isonzo-Front zwischen Monfalcone und Caporetto auf einer Fläche von weniger als 100 Quadratkilometern, berichtete Napolitano. Das italienische Staatsoberhaupt weihte in Monfalcone ein Museum über den Ersten Weltkrieg ein.
Napolitano beteiligt sich am Sonntagabend mit seinen Amtskollegen aus Kroatien und Slowenien, Ivo Josipovic und Borut Pahor, am großen Konzert für den Frieden auf dem Militärfriedhof Redipuglia, das Riccardo Muti dirigiert. Das Konzert ist ein Höhepunkt der Gedenkfeiern, die Italien zum 100. Jahrestag des Beginns des Ersten Weltkriegs plant.
Aufgeführt wird Giuseppe Verdis „Messa da Requiem“ in Erinnerung an die Opfer des Ersten Weltkrieges. Muti dirigiert das Jugendorchester „Luigi Cherubini“, das „European Spirit of Youth“-Orchester, sowie Chöre aus Friaul, Ljubljana, Zagreb und Budapest. Das Konzert, das vom Fernsehsender RAI live übertragen wird, zählt gleichzeitig zu den Feierlichkeiten zu Beginn des italienischen EU-Vorsitzes.
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