Italienische Regierung denkt an Verkauf von Anteilen an Eni und Enel
Rom (APA) - Die italienische Regierung denkt an den Verkauf von Anteilen an den staatlichen Konzernen Eni und Enel zum Schuldenabbau. Dies b...
Rom (APA) - Die italienische Regierung denkt an den Verkauf von Anteilen an den staatlichen Konzernen Eni und Enel zum Schuldenabbau. Dies berichtete der italienische Wirtschaftsminister Pier Carlo Padoan, der in einem Interview mit der Mailänder Tageszeitung „Corriere della Sera“ einen Nachtragshaushalt zur Defiziteindämmung ausschließt.
Zugleich versicherte Padoan, dass Italien in diesem Jahr die Drei-Prozent-Defizitschwelle einhalten werde. Auf die Frage, ob Italien von Brüssel mehr Flexibilität beim Sparpakt erhalte und dafür schneller Reformen umsetzen werde, antwortete Padoan, dass sein Land wie andere EU-Mitgliedsstaaten von einer derartigen Einstellung profitieren könnten. In Bezug auf die enttäuschenden Wirtschaftsergebnisse betonte Padoan, dass nicht nur Italien, sondern ganz Europa und die USA im ersten Quartal ein schwaches Bruttoinlandprodukt gemeldet haben.
Die italienische Regierung, die im Rahmen ihres EU-Ratsvorsitzes, den Schwerpunkt auf Wachstum und Beschäftigung legen will, ist mit dem Problem zunehmender Kosten der hohen Arbeitslosigkeit konfrontiert, die trotz der Signale eines Wirtschaftswachstums im Land nicht zurückgeht. Über eine Milliarde Euro muss das Kabinett jetzt zusätzlich zur Finanzierung von Stützungsmaßnahmen für Arbeitnehmer auf Kurzarbeit auftreiben, bestätigte der italienische Arbeitsminister Giuliano Poletti in seiner Rede vor dem Senat am Donnerstag.
~ ISIN IT0003132476 IT0003128367 WEB http://www.eni.com/
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