Frankreich kippt offenbar Plan für höhere Bettensteuer
Paris (APA/AFP) - Nach Protesten der Tourismusbranche und der eigenen Regierung wollen die französischen Sozialisten die Bettensteuer für Ho...
Paris (APA/AFP) - Nach Protesten der Tourismusbranche und der eigenen Regierung wollen die französischen Sozialisten die Bettensteuer für Hotelübernachtungen nun offenbar doch nicht drastisch anheben. Der im Unterhaus eingebrachte Gesetzentwurf werde im Senat abgeschmettert, meldete die Sonntagszeitung „Journal du Dimanche“ ohne nähere Quellenangabe.
Den ursprünglichen Plänen zufolge sollte die Bettensteuer von 1,50 auf acht Euro und in Paris sogar auf zehn Euro pro Übernachtung angehoben werden.
Regierungschef Manual Valls hatte dies am Samstag im Radio als „viel zu hoch“ kritisiert. Auch Außenminister Laurent Fabius und Wirtschaftsminister Arnaud Montebourg stellten sich dagegen.
Frankreich zieht jährlich 83 Millionen Touristen an, es ist damit das meistbesuchte Land der Welt. Gäste aus dem Ausland lassen jährlich 36 Mrd. Euro in Frankreich.
Dessen ungeachtet steckt das Land in der Krise. Die Wirtschaft kommt nicht in Schwung und die Arbeitslosigkeit geht nicht zurück. Um ihr hohes Defizit abzubauen, hat die Regierung von Staatspräsident Francois Hollande schon mehrere Steuern erhöht, wogegen Bevölkerung und Wirtschaft Sturm laufen.
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