Kämpfe im Norden des Jemen - Mehr als 100 Tote
Sanaa (APA/Reuters) - Bei Kämpfen zwischen islamistischen Kämpfern und dem Militär sind am Wochenende im Norden des Jemen mehr als 100 Mensc...
Sanaa (APA/Reuters) - Bei Kämpfen zwischen islamistischen Kämpfern und dem Militär sind am Wochenende im Norden des Jemen mehr als 100 Menschen getötet worden. Nach Angaben von Ärzten kamen 34 Soldaten und 70 Aufständische ums Leben. Nach dem Bruch der Waffenruhe hatte das jemenitische Militär am Samstag Luftangriffe gegen Stellungen der Islamisten nordwestlich der Hauptstadt Sanaa geflogen.
Auch am Sonntag wurden die Kämpfe in der Stadt Omran fortgesetzt. Zugleich töteten Al-Kaida-Kämpfer im Süden des Landes sechs weitere Soldaten, wie Sicherheitskräfte mitteilten. Zwei Soldaten seien bei dem Überfall am Sonntagmorgen verletzt worden.
Den erneuten Auseinandersetzungen war am Freitag ein Bruch der Waffenruhe zwischen Regierungstruppen und Aufständischen vorausgegangen, für den sich beide Seiten gegenseitig verantwortlich machten. Die Luftwaffe ging daraufhin gegen die schiitische Bewegung Ansarullah vor. Am Freitag waren drei mutmaßliche Al-Kaida-Kämpfer getötet worden, als sie einen saudiarabischen Grenzposten angriffen. Dabei starben auch vier Grenzschützer. Zwei weitere Al-Kaida-Angehörige sprengten sich im angrenzenden Saudi-Arabien in Regierungsgebäuden in die Luft.
Der Jemen kämpft an verschiedenen Fronten gegen islamistische Aufständische. Im gebirgigen Norden des Landes versucht eine Schiiten-Miliz, ihre Herrschaft zu festigen. Im Süden kämpfen Separatisten gegen die Zentralregierung. Zudem wird das Land immer wieder durch Anschläge der Al-Kaida erschüttert. Die „Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel“ gilt derzeit als gefährlichster Ableger der Organisation.
Im Westen wird befürchtet, der Jemen könnte zu einem Ausgangspunkt für Anschläge im Ausland werden. Die USA unterstützen das Land daher im Kampf gegen Extremisten.