Papst: „Wirtschaftssystem nutzt Menschen aus“

Vatikanstadt (APA) - Papst Franziskus hat beim Angelus-Gebet am Sonntag vor einem unmenschlichen Wirtschaftssystem gewarnt, das den Menschen...

Vatikanstadt (APA) - Papst Franziskus hat beim Angelus-Gebet am Sonntag vor einem unmenschlichen Wirtschaftssystem gewarnt, das den Menschen ausbeute. „Zu viele tragen täglich die Last eines Wirtschaftssystems, das den Menschen ausnützt und ihm eine unerträgliche Bürde aufhalst. Eine Bürde, die wenige Privilegierte nicht tragen wollen“, erklärte der Heilige Vater.

Der Papst warnte vor Gleichgültigkeit gegenüber den Leiden von Armen, Kranken und Migranten. „Wie schmerzhaft für Leidende die Gleichgültigkeit ist! Noch schlimmer ist jedoch die Gleichgültigkeit seitens der Christen“, betonte der Papst. Der Heilige Vater plädierte auch für die Migrantenrechte. Zu viele Menschen seien heute gezwungen, ihre Heimat zu verlassen und bei gefährlichen Reisen ihr Leben zu riskieren.

Der Papst dankte den Bewohnern der süditalienischen Region Molise für die Gastfreundlichkeit. Der Heilige Vater hatte die Region am Samstag besucht und dabei für einen „Pakt für die Arbeit“ plädiert. Papst Franziskus mahnte die Verantwortlichen in der Wirtschaft, mehr Arbeitsplätze zu schaffen. Es gehöre zur Menschenwürde, selbst für seinen Lebensunterhalt sorgen zu können, sagte Franziskus in der italienischen Stadt Campobasso. Die Region Molise ist besonders von der landesweiten Wirtschaftskrise betroffen.