IWF-Chefin Lagarde fordert mehr öffentliche Investitionen

Aix-en-Provence (APA/AFP) - Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat die Regierungen der Industriestaaten zu mehr Investitionen für eine B...

Aix-en-Provence (APA/AFP) - Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat die Regierungen der Industriestaaten zu mehr Investitionen für eine Belebung der Wirtschaft aufgerufen. Das Wachstum sei „weniger robust als erwartet“ und die Maßnahmen der Zentralbanken „stoßen an ihre Grenzen“, sagte IWF-Chefin Christine Lagarde am Sonntag bei einer Konferenz im südfranzösischen Aix-en-Provence.

Lagarde rief die Politik auf, die „sehr günstigen“ Konditionen an den Finanzmärkten zur „Belebung öffentlicher Investitionen“ zu nutzen, gerade in den fortschrittlichen Volkswirtschaften. Die Eurozone komme zwar allmählich aus der Rezession aber, „noch lang nicht ausreichend, um Verschuldung und Arbeitslosigkeit zu senken“.

Der IWF hatte bereits vergangenen Monat seine Prognose für die USA von 2,8 Prozent auf nur noch 2,0 Prozent Wachstum in diesem Jahr nach unten korrigiert. Das globale Wachstum sei in der ersten Jahreshälfte „gedämpft“ gewesen, sagte Lagarde, es werde aber in der zweiten Jahreshälfte Fahrt aufnehmen und im kommenden Jahr an Stärke gewinnen. Ihre offizielle Konjunkturprognose wird die Organisation in zwei Wochen veröffentlichen.

~ WEB http://www.imf.org ~ APA203 2014-07-06/14:29