Drei Kambodschaner starben bei Rettungsaktion in Brunnen

Phnom Penh (APA/AFP) - Tragisches Ende einer verunglückten Rettungsaktion: Im Osten Kambodschas sind am Wochenende drei Menschen in einem Br...

Phnom Penh (APA/AFP) - Tragisches Ende einer verunglückten Rettungsaktion: Im Osten Kambodschas sind am Wochenende drei Menschen in einem Brunnen ums Leben gekommen. In der abgelegenen Provinz Kratie war zunächst ein Hund in den zehn Meter tiefen Schacht gefallen, wie die Polizei am Sonntag mitteilte.

Sein 25-jähriger Besitzer seilte sich ab, um das Tier zu retten. Wegen Sauerstoffmangels sei er aber in der Tiefe erstickt. Ein Nachbar und die Mutter des Hundehalters kletterten anschließend in den Brunnen, um dem Mann zur Hilfe zu kommen - und starben ebenfalls.

Erst Anfang Juni waren im Nordwesten Kambodschas sieben Menschen bei einem ähnlichen Unglück gestorben. Sie hatten versucht, einen elfjährigen Buben zu retten, der auf der Suche nach Geldscheinen im Wert von umgerechnet 50 Cent in einen Brunnen geklettert war.

Kambodscha ist eines der ärmsten Länder Südostasiens. Nach Angaben der Weltbank lebt ein Fünftel der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze.