Innsbruck

Neue Vorwürfe gegen Trainer der Haie

Innsbruck – Nach dem TT-Bericht über die Polizei-Ermittlungen gegen einen Nachwuchstrainer der Innsbrucker Haie gehen die Wogen hoch. Mehrer...

Innsbruck –Nach dem TT-Bericht über die Polizei-Ermittlungen gegen einen Nachwuchstrainer der Innsbrucker Haie gehen die Wogen hoch. Mehrere Eltern meldeten sich und erhoben weitere Vorwürfe gegen den Innsbrucker. Vorwürfe, die möglicherweise auch strafrechtlich relevant sein könnten.

So erzählen mehrere Mütter, der Trainer habe bei einem Nachwuchsturnier in Kitzbühel einen Buben am Hals gepackt. Die Würgemale seien sogar der Lehrerin in der Schule aufgefallen. Die Beamten der Polizeiinspektion Pradl prüfen derzeit, ob der 48-Jährige vor etwa zwei Wochen einen Zehnjährigen beim Training mit einem Skistock malträtiert hat. Der Schüler erlitt einen Bluterguss am Rücken.

Aber auch die pädagogischen Fähigkeiten des Eishockey-Lehrers stehen im Mittelpunkt der Kritik: „Es kam vor allem nach Niederlagen immer wieder vor, dass er die Kinder in der Kabine mit seinem Gebrüll zum Weinen brachte“, erzählt ein Vater. Und eine Mutter ergänzt: „Mein Sohn hatte schon Schlafprobleme. Jetzt spielt er in Wattens Eishockey, die Probleme sind wie weggeblasen.“ Auch von Kraftausdrücken wie „Idiot“ und „fetter Hund“ berichten mehrere Eltern.

Ein Fürsprecher hat sich ebenfalls gemeldet: „Der Trainer mag zwar manchmal etwas impulsiv sein, aber das zeigt ja nur sein Engagement“, meint ein Vater.

Die Vereinsführung hält jedenfalls am umstrittenen Trainer fest. Haie-Obmann Günther Hanschitz schließt aus, dass der Schlag mit dem Skistock böswillig war. Er spricht von einem „aufmunternden Klaps. Der Mann ist seit 20 Jahren Trainer. Würde es laufend Beschwerden geben, wäre das wohl kaum so.“

Auch bei der Polizeiinspektion Pradl meldeten sich mehrere Eltern: „Wir stehen mit den Ermittlungen aber erst am Anfang“, sagte ein Beamter. (tom)