Entgeltliche Einschaltung

Irak - Nach Vorwürfen von Maliki fordern Kurden seinen Rücktritt

Bagdad (APA/dpa) - Die Kurden im Nordirak haben Regierungschef Nuri al-Maliki nach dessen scharfer Kritik an ihnen zum Rücktritt aufgeforder...

  • Artikel
  • Diskussion

Bagdad (APA/dpa) - Die Kurden im Nordirak haben Regierungschef Nuri al-Maliki nach dessen scharfer Kritik an ihnen zum Rücktritt aufgefordert. Der Regierungschef sei von Hysterie gepackt worden und versuche, anderen die Schuld für sein Versagen zu geben, sagte ein Sprecher der kurdischen Autonomiegebiete, wie das irakische Nachrichtenportal „Al-Sumaria News“ am Donnerstag berichtete.

Maliki hatte den Kurden zuvor vorgeworfen, sie böten in ihren Autonomiegebieten der Terrorgruppe „Islamischer Staat“ (IS) - vormals als „Islamischer Staat im Irak und in der Levante“ (ISIS/ISIL) bekannt - Unterschlupf. Zugleich beschuldigte er die Kurden, die Teilung des Irak voranzutreiben.

Entgeltliche Einschaltung

Maliki habe das Land zerstört, „und wer das Land zerstört, der kann es nicht retten“, fügte der Sprecher hinzu. Der Sprecher des kurdischen Präsidenten, Omid Sabah, sagte, in den kurdischen Autonomiegebieten gebe es keinen Platz für die IS.

IS-Milizen haben seit Beginn ihres Vormarsches Anfang Juni große Teile im Norden und Westen des Landes unter ihre Kontrolle gebracht. Kurdische, aber auch andere Politiker geben dafür dem schiitischen Regierungschef Maliki die Schuld. Die Kurden planen ein Referendum über die Unabhängigkeit ihrer Autonomiegebiete.

TT-ePaper 4 Wochen gratis lesen

Die Zeitung jederzeit digital abrufen, ohne automatische Verlängerung


Kommentieren

Entgeltliche Einschaltung