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Merkel sagt Moldau Unterstützung in Streit um Transnistrien zu

Berlin/Chisinau/Moskau (APA/AFP) - Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Moldaus Regierungschef Iurie Leanca im Konflikt um d...

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Berlin/Chisinau/Moskau (APA/AFP) - Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Moldaus Regierungschef Iurie Leanca im Konflikt um das abtrünnige Gebiet Transnistrien ihre Unterstützung zugesagt. „Ich werde auch weiterhin in Gesprächen mit dem russischen Präsidenten darauf hinwirken, dass hier eine vernünftige Lösung gefunden wird“, sagte Merkel am Donnerstag nach einem Treffen mit Leanca in Berlin.

Zugleich lobte Merkel die Fortschritte des Landes bei seiner Annäherung an die Europäische Union. Sie sei „beeindruckt“, dass das Parlament in Chisinau das Ende Juni mit der EU vereinbarte Assoziierungsabkommen bereits ratifiziert habe.

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Beim EU-Gipfel in Brüssel Ende Juni hatten die 28 EU-Staaten mit Moldau, der Ukraine und Georgien ein Abkommen über die Vertiefung der politischen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit den drei ehemaligen Sowjetrepubliken unterzeichnet. Russland warnte anschließend, die Assoziierungsabkommen würden „ernste Konsequenzen“ haben. Wenige Tage später schränkte Moskau die Einfuhr von Fleisch aus Moldau drastisch ein.

Mit Blick auf die Konflikte mit Russland in der Region schlug Leanca vor, Mechanismen der regionalen Zusammenarbeit im Rahmen der „Östlichen Partnerschaft“ auszubauen. Die Partnerschaftsinitiative wurde 2009 zur Anbindung östlicher Staaten an die EU ins Leben gerufen.

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Leanca bedankte sich in diesem Zusammenhang bei der deutschen Regierung für ihre Unterstützung bei der Annäherung Moldaus an die EU. „Das ist auch Ihr Verdienst“, sagte er an die Bundeskanzlerin gerichtet. In der Republik Moldau zwischen Rumänien und der Ukraine leben rund 3,5 Millionen Einwohner, davon sind rund sechs Prozent russischstämmig. Im abtrünnigen Gebiet Transnistrien, wo eine halbe Million Menschen leben, sind es jedoch 60 Prozent. Moskau unterstützt die Region an der Grenze zur Ukraine seit Jahrzehnten wirtschaftlich und politisch.


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