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Kultur-Hochsaison in Südfrankreich: Von Joan Miro bis Delacroix

Sete (APA/dpa) - Von Joan Miro bis Henri Matisse und Paul Signac: Pünktlich zur Urlaubszeit, wenn Tausende in Südfrankreich Erholung suchen,...

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Sete (APA/dpa) - Von Joan Miro bis Henri Matisse und Paul Signac: Pünktlich zur Urlaubszeit, wenn Tausende in Südfrankreich Erholung suchen, trumpfen die Museen am Mittelmeer mit hochwertigen Werkschauen auf. Mit Retrospektiven und kostbaren Privatsammlungen buhlen sie um die Gunst der Touristen. Die Fondation Maeght in Saint-Paul-de-Vence bei Nizza feiert mit einer Sonderausstellung ihren 50. Geburtstag.

Das Musee Paul Valery in der Hafenstadt Sete ist seit seiner Wiedereröffnung im Jahr 2010 zu einem kulturellen Muss geworden. Im vergangenen Jahr zeigte das Museum mit Meeresblick Hauptwerke der Impressionisten und der Avantgardisten des 20. Jahrhunderts aus der unschätzbaren Privatsammlung David und Ezra Nahmad. Dieses Jahr präsentiert es unter dem Titel „Vers l‘infiniment libre, vers l‘infiniment grand“ (etwa: In Richtung unendlich frei und unendlich groß) 70 Gemälde, Skulpturen und Papierarbeiten des Katalanen Joan Miro. Viele davon sind zum ersten Mal zu sehen, darunter auch Leihgaben des Enkels.

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Die bis zum 9. November dauernde Werkschau will ein Porträt des Künstlers (1893-1983) zeichnen, der zeitlebens nach absoluter künstlerischer Freiheit und der Unendlichkeit des Raums strebte. Bereits seine impressionistisch und fauvistisch beeinflussten Landschaftsdarstellungen aus den Anfangsjahren 1916/1917 lassen seine stilistische Unabhängigkeit erkennen. Nur wenige Jahre später tauchen auf seinen Werken die ersten kinderhaften Zeichnungen auf. In den 40er-Jahren findet Miro in seinen Sternbildern endgültig zu seiner ganz persönlichen Bildsprache: Sterne, Monde, Kometen vor monochromem Hintergrund. Hinter den spielerisch anmutenden Traumwelten, in denen fantastische Formen in unendlichen Räumen schweben, verbirgt sich Miros Suche nach dem Platz des Menschen in der Welt.

Licht und Farbe stehen im Mittelpunkt der Ausstellung im Musee de l‘Annonciade in St. Tropez. Unter dem Titel „La couleur sous la lumiere de l‘Orient, de Delacroix a Matisse“ sind Werke von Malern zu sehen, die ihre Inspiration in den Landschaften Algeriens und Marokkos gefunden haben, unter ihnen auch Matisse, Signac und Delacroix.

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Die mehr als 50 Hauptwerke, darunter Leihgaben des Orientalisten-Museums in Doha, sind bis zum 13. Oktober zu sehen. Einen Abstecher in das Museum, das direkt neben dem Hafen des Jet-Set-Badeorts liegt, lohnt allein die Dauerausstellung. Mit rund 400 Werken - ausschließlich Arbeiten von Pablo Picasso, Francis Picabia, Pierre Bonnard, Edouard Vuillard oder Andre Derain - besitzt das Museum eine der erlesensten öffentlichen Sammlungen an der Cote d‘Azur.

Die berühmte Fondation Maeght in Saint-Paul-de-Vence auf den Hügeln von Nizza feiert ihren 50. Geburtstag mit „Face a l‘oeuvre“ (etwa: Angesichts des Werkes). Gezeigt werden bis zum 11. November Arbeiten von Künstlern, die dem Ehepaar Marguerite und Aime Maeght nahe standen und die Geschichte der Stiftung besonders geprägt haben. Und das waren viele: Pierre Bonnard, Georges Braque, Alexander Calder, Wassily Kandinsky und Eduardo Chillida sind nur einige auf der über 40 Namen langen Ausstellungsliste.


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