Frauen aus Flammen gerettet: „Zum Denken blieb keine Zeit“

Bei dem Unfall in der Nacht auf Montag bei Telfs wurden drei Menschen verletzt. Durch das beherzte Eingreifen eines Zeugen wurde womöglich Schlimmeres verhindert.

Von Thomas Hörmann

Telfs – Zwei Frauen verdanken einem Oberländer Pensionisten und zwei weiteren Helfern seit der Nacht zum Montag ihr Leben. Ohne das Einschreiten der Unfallzeugen wären die Pkw-Insassen hilflos verbrannt.

Zum Denken blieb keine Zeit. Wir schauten nur, dass wir die Opfer aus dem Wrack bekommen.“
Franz Rueland

Es war gegen 1.20 Uhr auf der Autobahn bei Telfs, als eine 19-jährige Oberländerin ihren Kleinwagen bei der Ausfahrt Telfs-West gegen einen Anpralldämpfer steuerte. Der Pkw wurde auf den Pannenstreifen geschleudert und ging in Flammen auf.

Und zwar vor den Augen von Franz Rueland aus Mils bei Imst, der sich mit seinem Pkw hinter dem Unfallwagen befunden hatte. „Ich hielt sofort an und verständigte die Einsatzkräfte“, schildert der Pensionist: „Dann lief ich zum Wrack und sah die Schwerverletzten im Wagen. Ein Schock.“

An eine Bergung war zunächst nicht zu denken: „Inzwischen hatten zwei weitere Helfer angehalten. Gemeinsam mussten wir zuerst die Autotür mit Gewalt aufreißen.“ Erst dann konnten die Zeugen die bewusstlose Lenkerin aus den Flammen retten. Im Anschluss kümmerten sich die Helfer um die ebenfalls nicht mehr ansprechbare Verletzte (20) auf der Rückbank. „Während wir kämpften, fuhren zahlreiche Autofahrer einfach vorbei“, kritisiert Rueland.

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Als wenig später die Feuerwehr eintraf, waren beide Frauen bereits in Sicherheit. Ein dritter Pkw-Insasse, ein 20-Jähriger am Beifahrersitz, konnte sich selbstständig in Sicherheit bringen. Alle drei Opfer wurden verletzt, die Lenkerin sogar schwer.


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