Amnesty wirft US-Militärjustiz Versäumnisse in Afghanistan vor 2

Kabul/Berlin (APA/dpa) - Amnesty fordert eine umfassende Untersuchung der dargestellten Fälle und eine Reform der US-Militärjustiz. Bisher e...

Kabul/Berlin (APA/dpa) - Amnesty fordert eine umfassende Untersuchung der dargestellten Fälle und eine Reform der US-Militärjustiz. Bisher entscheide keine unabhängige Ermittlungsbehörde über die Einleitung von Verfahren, sondern militärische Befehlshaber.

Auch die deutsche Regierung müsse sich als Truppensteller in Afghanistan dafür einsetzen, dass Todesfälle unter Zivilisten umfassend untersucht und Opfer entschädigt würden.

Der Kampfeinsatz der NATO in Afghanistan läuft im Dezember nach 13 Jahren aus. Auch für die geplante Nachfolgemission zur Ausbildung und Beratung der afghanischen Streitkräfte verlangt die NATO Schutz vor Strafverfolgung durch afghanische Behörden. Ein entsprechendes Abkommen muss aber noch vom neuen afghanischen Präsidenten unterzeichnet werden. Die Neuauszählung der Stimmen der Präsidentenwahl läuft gerade.

Im Bericht werden zehn Luftangriffe und nächtliche Razzien der US-Streitkräfte zwischen 2009 und 2013 beschrieben, bei denen sich nach Amnesty-Recherchen 50 Kinder unter den 140 getöteten Zivilisten befanden. „In keinem der von uns untersuchten Fälle wurde überhaupt ein Strafverfahren eingeleitet“, sagt Caliskan.


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