Flug MH17 - Australien und Niederlanden erörtern Untersuchung

Kiew/Den Haag (APA/dpa) - Australien und die Niederlande haben am Montag Beratungen über die weiteren Untersuchungen zum mutmaßlichen Abschu...

Kiew/Den Haag (APA/dpa) - Australien und die Niederlande haben am Montag Beratungen über die weiteren Untersuchungen zum mutmaßlichen Abschuss von Flug MH17 mit fast 300 Toten über der Ostukraine aufgenommen. Dazu traf der australische Ministerpräsident Tony Abbott in der Früh in Den Haag ein.

Vor seinem Abflug hatte Abbott den Einsatz der Niederlande zur Ursachenermittlung und zur Identifizierung der 298 Opfer gelobt. Er wolle sich nun auch persönlich bei Ministerpräsident Mark Rutte bedanken, sagte er. Die Niederlande leiten die Untersuchungen, weil die weitaus meisten Opfer der Katastrophe vom 17. Juli niederländische Staatsangehörige waren.

38 Absturzopfer waren Einwohner Australiens. Gemeinsam mit Experten aus Malaysia sind auch australische Fachleute an der Identifizierung der Leichen in einer Kaserne in Hilversum bei Amsterdam beteiligt. Bis zum vergangenen Wochenende konnten sie 65 Opfer identifizieren, wie das Justizministerium in Den Haag mitteilte.

Die Bergungsarbeiten im Absturzgebiet des malaysischen Flugzeugs waren in der vergangenen Woche wegen erneuter Kämpfe in der Ostukraine vorläufig eingestellt worden. Bisher konnten 176 Leichen sowie 527 Leichenteile geborgen und nach Hilversum gebracht werden.


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