Rumänien: Klaus Johannis ist Spitzenkandidat der Mitte-Rechts-Allianz

Bukarest (APA) - Der rumänische Liberalen-Chef Klaus Johannis (Iohannis) ist am Montag zum gemeinsamen Präsidentschaftskandidaten des opposi...

Bukarest (APA) - Der rumänische Liberalen-Chef Klaus Johannis (Iohannis) ist am Montag zum gemeinsamen Präsidentschaftskandidaten des oppositionellen Mitte-Rechts-Wahlbündnisses „Christlich-Liberale Union“ (ACL) gekürt worden. Der deutschstämmige Bürgermeister der zentralrumänischen Stadt Sibiu (Hermannstadt) wird bei der Wahl Anfang November gegen den derzeitigen Premier Victor Ponta antreten.

Der Vertreter der Allianzpartner, der liberaldemokratische Ex-Justizminister Catalin Predoiu, war bei der Auswertung der Meinungsumfragen weit hinter Johannis gelegen - für Johannis stimmten laut einigen parteiinternen Quellen rund 60 Prozent, für Predoiu 40 Prozent der ACL-Wähler. Nach bedeutenden Umschichtungen im bisher zerstrittenen Mitte-Rechts-Lager war es Johannis gelungen, in Umfragen recht nahe an den Sozialdemokraten Ponta heranzurücken: Umfragen wiesen ihm zuletzt gegenüber dem Regierungschef einen Rückstand zwischen 10 und 5,6 Prozent aus.

In seiner Ansprache erklärte Johannis, dass ein Präsident sich um „Vermittlung und Integration bemühen und fähig sein müsse, zwischen Institutionen und Gesellschaft einen Konsens zu schaffen“. Er bezeichnete die ACL als „stärkstes Team“, zu dem landesweit 1500 Bürgermeister und Kreisratsvorsitzende gehören, und erklärte, dass „wir uns mit einem derartigen Team nicht leisten können, die Präsidentschaftswahl zu verlieren“.

Auch wies er auf die symbolische Bedeutung der Tatsache hin, dass der neue Präsident sein Amt „in den Tagen des 25-jährigen Jubiläums der Revolution von 1989“ antreten werde. Die Tatsache, dass erstmals in Rumänien ein Kandidat nominiert wird, der einer ethnischen Minderheit angehört, zeige die Reife der rumänischen Gesellschaft. „Es ist Zeit, einen Strich zu ziehen, zu sehen, wie sich Demokratie und Gesellschaft entwickelt haben, aber es ist auch die Zeit eines Neuanfangs, Zeit für eine Perspektive für die Nation, für ein Landesprojekt, für eine neue Art von Politik“, so der 55-Jährige.

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