Erster MH17-Untersuchungsbericht „in wenigen Wochen“

Die Experten ermitteln von Den Haag aus.

Prorussische Separatisten werden verdächtigt, das Flugzeug der Malaysia Airlines mit einer Boden-Luft-Rakete in etwa 10.000 Metern Höhe abgeschossen zu haben.
© APA/EPA/ROBERT GHEMEN

Den Haag/Kiew – Der erste Bericht zum Absturz des malaysischen Flugzeugs über der Ostukraine mit 298 Toten könnte nach Angaben niederländischer Ermittler „in wenigen Wochen“ veröffentlicht werden. Der Sprecher des niederländischen Untersuchungsbüros für Sicherheit (OVV), Wim van der Weegen, sagte am Montag, es liege „genügend Material für einen vorläufigen Bericht“ vor.

Das Ermittlerteam werde nun in Den Haag stationiert sein, zur Auswertung der Informationen sei ein Aufenthalt in der Ukraine nicht unabdingbar, sagte van der Weegen.

Absturzursache im Fokus

Einige internationale Beobachter seien in die Niederlande zurückgekehrt, ohne den Absturzort in Augenschein genommen zu haben, sagte der OVV-Sprecher. Ukrainische Experten waren kurz nach dem Absturz der Boeing 777 von Malaysia Airlines am 17. Juli an der Unglücksstelle, später auch Gerichtsmediziner aus den Niederlanden, Australien und Malaysia. Unter den Insassen der Passagiermaschine waren 193 Niederländer.

Das OVV erklärte, dass es nur untersuche, was Flug MH17 zum Absturz gebracht habe, nicht wer dafür verantwortlich sei. Kiew und der Westen werfen den prorussischen Separatisten vor, die Maschine am 17. Juli auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur mit einer Boden-Luft-Rakete abgeschossen zu haben. (APA/AFP)


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