Irak-Kämpfe - Iran bleibt neutral in Machtkampf des Nachbarlandes

Teheran (APA/dpa) - Der Iran bleibt in dem internen Machtkampf im Nachbarland Irak neutral. „Für den Iran ist es lediglich wichtig, dass der...

Teheran (APA/dpa) - Der Iran bleibt in dem internen Machtkampf im Nachbarland Irak neutral. „Für den Iran ist es lediglich wichtig, dass der neue Mann von der Mehrheit des irakischen Parlaments unterstützt wird“, betonte Präsident Hassan Rohani am Montag nach Angaben des Webportals des Präsidialamts. Unterdessen gratulierte er dem türkischen Regierungschef Recep Tayyip Erdogan zu seinem Sieg bei der Präsidentenwahl.

Die Lage im Irak sei beunruhigend, daher müsse das Land schnellstens eine rechtmäßige Regierung bilden, sagte Rohani. Die Bekämpfung der Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) habe Priorität und müsse von allen Ländern der Region unterstützt werden, sagte er dem türkischen Ministerpräsidenten Erdogan in einem Telefongespräch.

Der Iran hat Regierungschef Nuri al-Maliki in den letzten Jahren unterstützt. Aber anders als in Syrien mit Präsident Bashar al-Assad will Teheran an Maliki nicht um jeden Preis festhalten und würde auch dessen Konkurrenten Haidar al-Abadi anerkennen.

Bei dem Telefonat mit Erdogan gratulierte Rohani unterdessen dem künftigen Präsidenten der Türkei zu seinem Wahlsieg. „Das große Vertrauen des türkischen Volkes in Ihre Person spricht für sich selbst“, so der iranische Präsident zu seinem neuen Amtskollegen Erdogan.

Rohani hofft demnach, dass in der von Erdogan deklarierten neuen Ära die beiden Nachbarländer ihre Beziehungen ausweiten werden. Besonders in der Irak-Krise sollten Ankara und Teheran im Kampf gegen Terrorismus zusammenarbeiten.

Nach dem am Montag verkündeten vorläufigen amtlichen Endergebnis gewann Erdogan 51,79 Prozent der Stimmen.


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