TVB Stubai: Ex-Chef blitzte mit Klage ab

Von Peter Nindler...

Von Peter Nindler

Stubai –Nach zweijähriger juristischer Auseinandersetzung kann der Tourismusverband Stubaital das Kapitel mit dem im Juli 2012 gekündigten ehemaligen Geschäftsführer endgültig abhaken. Der Verwaltungsgerichtshof hat die Beschwerde gegen seine Abberufung zurückgewiesen. Der Touristiker wähnte sich trotz der Neubesetzung der Geschäftsführung nach wie vor im Amt und berief sich auf seine Organstellung als Geschäftsführer in einer öffentlich-rechtlichen Körperschaft. Er ging davon aus, dass seine Kündigung als Bescheid anzusehen sei und er dagegen mit einer Beschwerde vorgehen könne. Hätte der ehemalige TVB-Manager mit seiner Klage Erfolg gehabt, wären damit erhebliche finanzielle Ansprüche verbunden gewesen.

Für das Höchstgericht war der Fall jedoch klar: „Die Auffassung des Beschwerdeführers, seine Abberufung sei als öffentlich-rechtlicher Akt anzusehen und der angefochtene Vorstandsbeschluss stelle einen Bescheid dar, ist daher nicht zutreffend.“ Der Kündigung waren massive interne Querelen – der damalige Geschäftsführer wurde sogar zeitweilig beurlaubt – vorausgegangen. Selbst die Tourismusabteilung empfahl seine Abberufung. In einem geharnischten Brief an die Stubaier Touristiker wurde darauf verwiesen, dass vorliegende Unterlagen „die Erschütterung des Vertrauensverhältnisses zum Geschäftsführer“ belegen würden.

Für den Leiter der Tourismusabteilung im Land, Gerhard Föger, hat „die Posse nun endlich ein Ende“. Dennoch werde die aktuell in Ausarbeitung befindliche Novelle zum Tourismusgesetz die Bestimmungen zur Geschäftsführung noch klarer formulieren. Kein Verständnis hat Föger für die Vorgangsweise des ehemaligen Geschäftsführers. „Gegen ihn selbst besteht jedoch kein bitterer Nachgeschmack. Er war vielmehr unglücklich beraten.“

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