Ukraine-Krise - Hollande telefonierte mit Putin zu humanitärem Konvoi

Paris (APA/AFP) - Frankreich hat sich gegen eine humanitäre Lieferung aus Russland in die Ostukraine ohne Zustimmung der Regierung in Kiew a...

Paris (APA/AFP) - Frankreich hat sich gegen eine humanitäre Lieferung aus Russland in die Ostukraine ohne Zustimmung der Regierung in Kiew ausgesprochen. Der französische Staatschef Francois Hollande machte dies am Dienstag in einem Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin deutlich, wie der Elysee-Palast in Paris mitteilte.

Hollande habe auf die „sehr große Besorgnis“ verwiesen, welche die Aussicht auf einen einseitig von Moskau losgeschickten Konvoi auf ukrainisches Gebiet auslöse. Die ukrainische Regierung will den Konvoi nicht ins Land lassen.

Wie zuvor Frankreichs Außenminister Laurent Fabius machte Hollande in dem Telefonat deutlich, dass ein russischer Hilfskonvoi in die Ukraine nur mit Zustimmung der Regierung in Kiew und unter Ägide des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) erfolgen könne. Fabius hatte zuvor dem Radiosender France Info gesagt, wenn diese Bedingungen nicht erfüllt seien, dürfe der Grenzübertritt nicht erlaubt werden. Er äußerte zudem die Sorge, dass der humanitäre Konvoi nur „ein Vorwand“ Moskaus zur Unterstützung der prorussischen Separatisten in der Ostukraine sein könnte.

Ein russischer Konvoi bestehend aus 280 Lastwagen mit Hilfsgütern sei derzeit auf dem Weg in die Ostukraine, berichtete die russische Agentur RIA Nowosti am Dienstag. Kiew machte am Dienstagmittag deutlich, dass es den russischen Konvoi nicht über die Grenze fahren lassen werde. Der Westen hatte Moskau bereits mehrfach davor gewarnt, unter dem Deckmantel einer humanitären Mission im Osten der Ukraine einzugreifen.

(Grafik 0959-14, Format 88 x 102 mm)


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