Ex-Freundin 2 - Geschworene zu Beratung zurückgezogen

Wien (APA) - Nach mehreren Zeugenaussagen wurde das Beweisverfahren im Mordprozess gegen einen 34-Jährigen, der seine Ex-Freundin erstochen ...

Wien (APA) - Nach mehreren Zeugenaussagen wurde das Beweisverfahren im Mordprozess gegen einen 34-Jährigen, der seine Ex-Freundin erstochen hat, kurz vor 14.00 Uhr geschlossen. Die Geschworenen zogen sich zur Beratung zurück. Im Falle eines Schuldspruches im Sinne der Anklage drohen Igor M. zehn bis 20 Jahre oder lebenslange Haft.

„Wir haben es hier eindeutig mit einem Monster zu tun“, sagte der Staatsanwalt in seinem Schlussplädoyer. Die Verantwortung des Angeklagten sei „voll von Widersprüchen“. „Alles, was er uns erzählt hat, hat nicht gestimmt“, so der Ankläger. Dass der Beschuldigte einen allgemein begreifliche, heftige Gemütsbewegung geltend mache und in Richtung Totschlag plädiere, wollte der Staatsanwalt nicht gelten lassen. „Fragen Sie sich, ob Sie in einer solchen Situation so reagieren würden“, fragte er in Richtung Geschworene.

„Ich denke jeden Tag an sie“, sagte der angeklagte Igor M. in seinen Schlussworten. Sein Verteidiger Franz Karl Juracka habe seinen Mandanten nicht als bedrohlichen Menschen kennengelernt und beschrieb als „eher ruhig, schon fast mundtot“. „Das hat uns einige Schweißperlen gekostet, um etwas aus ihm herauszubekommen“, sagte der Anwalt. Deshalb habe auch das spätere Opfer, die 20-jährige Niederösterreicherin Tatjana R., „ihm bis zuletzt vertraut“. Die Privatbeteiligtenvertreterin machte für die Familie 60.000 Euro Trauerschmerzensgeld sowie über 10.000 Euro Begräbniskosten geltend.

TT-ePaper gratis testen und 2 VIP-Tickets für das Electric Love Festival gewinnen

Electric Love Festival

Kommentieren