USA verstärken Südsudan-Hungerhilfe - Scharfe Kritik an Regierung

Washington/Juba (APA/dpa) - Die USA verstärken ihre Hilfe für die Menschen im Südsudan. Sicherheitsberaterin Susan Rice sprach von der weltw...

Washington/Juba (APA/dpa) - Die USA verstärken ihre Hilfe für die Menschen im Südsudan. Sicherheitsberaterin Susan Rice sprach von der weltweit schwersten Nahrungsmittelkrise in dem ostafrikanischen Land. Schuld gab sie der politischen Führung, die ihre Interessen über die des Volkes stelle.

Die USA geben weitere 180 Millionen Dollar (135 Millionen Euro) Hungerhilfe, sagte Rice am Dienstag. „Das Ausmaß des Leidens ist schockierend, die Gefahr einer Hungersnot ist real.“ Das Kinderhilfswerk UNICEF hatte kürzlich gewarnt, 50.000 Kinder seien durch Mangelernährung und Krankheit akut vom Tod bedroht. Wenn internationale Hilfe nicht rasch anlaufe, drohe eine Katastrophe.

Ungewöhnlich scharf kritisierte Rice die politische Führung in Juba. Präsident Salva Kiir und sein Widersacher Riek Machar müssten ihrer Verantwortung gerecht werden. Dazu gehöre es, für die Sicherheit humanitärer Helfer im Südsudan zu sorgen.

Der Südsudan ist erst seit 2011 unabhängig. Doch das Land wird von Gewalt erschüttert. Trotz eines im Mai unterzeichneten Friedensabkommens zwischen den rivalisierenden Fraktionen kommt das bitterarme Land nicht zur Ruhe. Rund 1,5 Millionen Menschen sind auf der Flucht vor Kämpfen rivalisierender Gruppen. Die blutigen Übergriffe haben auch ethnische Hintergründe.

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