Elysée: Frankreich beliefert Kurden im Irak mit Waffen

Paris/London (APA/AFP/dpa) - Frankreich wird die Kurden im Nordirak in ihrem Kampf gegen die Extremisten der Organisation Islamischer Staat ...

Paris/London (APA/AFP/dpa) - Frankreich wird die Kurden im Nordirak in ihrem Kampf gegen die Extremisten der Organisation Islamischer Staat (IS) mit Waffen unterstützen. Präsident François Hollande habe beschlossen, „in den nächsten Stunden“ Waffenlieferungen auf den Weg zu bringen, erklärte der Elysée-Palast am Mittwoch in Paris.

Frankreich werde „jede nötige Unterstützung“ angesichts der „katastophalen Lage“ für die Bevölkerung im irakischen Kurdistan leisten, hieß es. Zu Art der gelieferten Waffen gab es zunächst keine Angaben. Frankreich hatte in den vergangenen Tagen erfolglos versucht, eine europäische Einigung zum Thema auf den Weg zu bringen.

Andere Staaten wie die USA haben bereits Waffen an die Kurden im Nordirak geliefert. London kündigte am Dienstagabend an, Militärausrüstung anderer Staaten zu den Kurden zu transportieren. Die deutsche Bundesregierung will militärische Ausrüstung zur Verfügung stellen, die lediglich sogenannte nicht-tödliche Geräte umfassen soll. Dazu zählen etwa gepanzerte Fahrzeuge, Nachtsichtgeräte oder Schutzwesten.

Großbritanniens Premierminister David Cameron unterbrach wegen der Krise im Irak seinen Urlaub in Portugal und kehrte nach London zurück. Er werde noch am Mittwoch eine Sitzung des Sicherheitskabinetts leiten, teilte die Downing Street mit. Das Gremium aus Regierungsvertretern sowie Geheimdienstleuten und Militärs tagt derzeit täglich, am Dienstag unter der Leitung von Außenminister Philip Hammond.

Konservative Abgeordnete hatten zuletzt vermehrt eine Unterbrechung der parlamentarischen Sommerpause gefordert, um die Situation im Irak im Plenum diskutieren zu können. Einige fordern eine militärische Beteiligung Großbritanniens im Irak.


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