Frankreich nahm in Mali drei mutmaßliche Al-Kaida-Mitglieder gefangen

Bamako/Paris (APA/dpa) - Französische Truppen haben nach eigenen Angaben drei mutmaßliche Mitglieder der Terrorgruppe Al-Kaida im Islamische...

Bamako/Paris (APA/dpa) - Französische Truppen haben nach eigenen Angaben drei mutmaßliche Mitglieder der Terrorgruppe Al-Kaida im Islamischen Maghreb (AQIM) gefangen genommen. Die Männer seien am Sonntag in der Nähe von Timbuktu aufgespürt worden, sagte der Sprecher der französischen „Operation Barkhane“, Michel Sabatier, am Mittwoch der dpa. „Wir glauben, dass sie AQIM angehören, und sie werden derzeit verhört.“

Wenn sich die Vermutung bestätigen sollte, dann würden die Gefangenen den malischen Behörden überstellt, so Sabatier weiter. Am Sonntag hatten Augenzeugen in Timbuktu von mehreren Explosionen am Stadtrand berichtet. Auch Dronen seien im Einsatz gewesen. Zunächst hatte sich die französische Armee nicht zu dem Einsatz äußern wollen.

Die Mission der Vereinten Nationen in Mali (Minusma) hatte zuvor bereits gewarnt, dass eine AQIM-Zelle westlich von Timbuktu operiere. Ihr sollen auch Somalier, Tunesier und Marokkaner angehören. Die Gruppe soll Mitte Juli Raketen auf den Flughafen der Wüstenstadt gefeuert haben, die ihr Ziel aber verfehlten.

Nach dem Abschluss der Operation Serval in Mali hatte Paris vor wenigen Wochen die Operation Barkhane gestartet. In Zusammenarbeit mit afrikanischen Staaten will Frankreich in der Sahelzone Jihadisten bekämpfen, die zuvor aus dem Norden Malis vertrieben worden waren, aber weiter in der Region aktiv sind.


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