Entgeltliche Einschaltung

Tarnen, täuschen, triumphieren

Volkswagens mitgliederstarke Cross-Modellfamilie setzt auf attraktiv erscheinende Offroad-Optik, aber nicht zwingend auf Allradtechnik. Jüngster Neuzugang: CrossPolo.

  • Artikel
  • Diskussion
Volkswagen inszeniert den CrossPolo zeitgemäß: Kunststoff-Beplankung rundum und angedeuteter Unterfahrschutz heben den Kleinwagen vom Basismodell ab.
© Hersteller

Von Markus Höscheler

Entgeltliche Einschaltung

Salzburg –Was andere Hersteller können, kann der VW-Konzern erst recht: Fahrzeugen einen Geländewagen-Look zu verleihen, ohne sie automatisch mit gattungstypischer 4WD-Technik zu versehen. Wer würde ernsthaft erwägen, den Kleinstwagen Cross Up in unwegsames Gefälle zu jagen? Wem fiele es ein, die Familienkutsche CrossTouran in wüstes Gebiet fahren zu lassen? Wer käme auf den Gedanken, einen CrossPolo abseits befestigter Pisten bergauf und -ab zu schicken? Bestensfalls eine Handvoll Verwegene, die in jedem Wagen einen Begleiter für ein Abenteuer sehen. Das Gros der Käufer dürfte sich aber angezogen fühlen vom Design, das sich von den brav gezeichneten Basismodellen wohltuend abhebt.

Nehmen wir den ganz neuen CrossPolo, Teil des im Frühjahr vollzogenen Kleinwagen-Facelift-Programms von Volkswagen. Silberfarbener Unterfahrschutz an Vorder- und Rückseite unterscheiden ihn vom gewöhnlichen Polo, außerdem findet sich rundum eine Kunststoffbeplankung, die dem CrossPolo zu einer robusteren Ausstrahlung verhilft. Die Bodenfreiheit ist um 15 Millimeter gewachsen, was zumindest das Fahren auf mit spitzen Steinen versehenen Schotterstrecken erleichtert. Innen wirbt der CrossPolo mit Kontrastnähten und mit Sportsitzen, serienmäßig natürlich. Vier Motorvarianten lassen sich mit dieser Subkarosserievariante kombinieren, die Leistung der Aggregate deckt ein Spektrum ab, das von 75 bis 90 PS reicht. Die Erfüllung der Abgasnorm Euro 6 ist Pflicht, die Verknüpfung mit dem VW-typischem Allradsystem 4Motion jedoch nicht einmal Kür – der CrossPolo bleibt ein Fronttriebler.

Das hat er mit vielen, aber nicht allen Cross-Modellen der Wolfsburger gemein. Der eingangs erwähnte Cross Up – ihm gönnt das firmeneigene Marketing einen Leerraum zwischen den beiden Namensteilen, wir gönnen ihm die Großschreibung – pflegt ebenso den Einachs-Antrieb, außerdem kommen bei ihm gleichermaßen Design-Elemente wie Beplankung und Unterfahrschutz zum Tragen. Eingeschränkt ist dagegen das Motorenprogramm – den fünftürigen Cross Up offerieren VW-Händler nur mit dem 75 PS starken Einliter-Dreizylinder-Benzinaggregat – und zwar ab 12.990 Euro. Der CrossPolo – als Nachtrag zu verstehen – ist ab 16.490 Euro in der Preisliste zu finden.

Viel höher muss das Investitionsbudget ausfallen, wenn der CrossTouran (wieder ohne Leerraum) ins Fadenkreuz fährt: Mit 105 PS starken 1,6-Liter-Turbodiesel wechselt er ab 29.610 Euro den Eigentümer, mit Zweiliter-Selbstzünder und 140 PS Leistung ist er ab 31.630 Euro zu haben. Was ihn „cross“ macht? Unter anderem sind das ein Schlechtwegefahrwerk und eine um zehn Millimeter angehobene Karosserie. 4Motion? Fehlanzeige!

Jetzt einen von drei Weber Grill gewinnen

TT-ePaper 4 Wochen gratis ausprobieren, ohne automatische Verlängerung

Anders verhält es sich bei den restlichen Familienmitgliedern, Tiguan und Caddy. Der CrossTiguan, konsequent mit Unterfahrschutz bestückt, fährt wahlweise mit Front- oder Allradantrieb. Im ersten Fall ist er ab 24.790 Euro (mit 122 PS starkem 1,4-Liter-Turbobenziner), im zweiten Fall ab 33.310 Euro (2.0 TDI, 140 PS) käuflich. Beim Cross Caddy (Leerraum) gibt es inklusive Erdgas-Derivat sechs Motorvarianten, für 4Motion immerhin zwei. Ab 26.190 Euro.


Kommentieren


Schlagworte

Entgeltliche Einschaltung