Ukraine-Krise - Russland fordert Waffenruhe für Hilfsmission

Donezk/Luhansk (Lugansk) (APA/dpa/Reuters) - Für die umstrittene Verteilung von Hilfsgütern in der Ostukraine hat Russland eine Waffenruhe i...

Donezk/Luhansk (Lugansk) (APA/dpa/Reuters) - Für die umstrittene Verteilung von Hilfsgütern in der Ostukraine hat Russland eine Waffenruhe im Krisengebiet gefordert. Die Sicherheit der Mission des Roten Kreuzes müsse unverzüglich gewährleistet werden, teilte das Außenministerium in Moskau am Samstag mit. Der ukrainischen Regierung warf Russland vor, die Abwicklung der Hilfsaktion zu stören und zu verzögern.

Rund 280 Lastwagen mit etwa 2000 Tonnen Waren stehen seit Donnerstag vor der Grenze zum Krisengebiet. Ukrainische Beamte sollen die Lieferung kontrollieren, bevor das Rote Kreuz sie an die notleidende Bevölkerung verteilen kann. Der Zeitplan war zunächst weiter unklar.

In der Ostukraine wurden am Samstag erneut heftige Kämpfe gemeldet. Die Aufständischen brachten nach eigenen Angaben eine Versorgungslinie zwischen den belagerten Gebieten Donezk und Luhansk (Lugansk) unter ihre Kontrolle. Die Regierungstruppen zogen unterdessen ihren Belagerungsring um die Stadt Gorlowka nordöstlich von Donezk enger, wie ein Sprecher des ukrainischen Verteidigungsministeriums sagte.

Bei den Gefechten in der Ostukraine wurden nach Angaben prorussischer Separatisten 30 Angehörige der Regierungstruppen getötet. Die Soldaten seien in der Region Luhansk unweit der russischen Grenze unter Beschuss der Rebellen gekommen, hieß es am Samstag auf einer von Separatisten betriebenen Internet-Seite. Das Militär habe zwei Dörfer in der Nähe der Rebellenhochburg Donezk mit Granaten beschossen, erklärten die Separatisten weiter. Auch das Zentrum der Großstadt sei unter Artilleriebeschuss genommen worden. Ein Sprecher des ukrainischen Verteidigungsministeriums wies die Berichte über den Granatenbeschuss zurück.

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Die Situation der Menschen in den umkämpften Städten wurde nach Angaben der örtlichen Behörden immer dramatischer. Die mehr als 200.000 Einwohner von Luhansk sind seit zwei Wochen ohne Strom und Wasser. In Donezk seien mehr als 40.000 Einwohner ohne Strom, teilte der Stadtrat mit.


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