Premier Cameron sieht Großbritannien durch IS direkt bedroht

London/Bagdad/Damaskus (APA/AFP) - Der britische Premierminister David Cameron sieht in den Kämpfern der Jihadistengruppe Islamischer Staat ...

London/Bagdad/Damaskus (APA/AFP) - Der britische Premierminister David Cameron sieht in den Kämpfern der Jihadistengruppe Islamischer Staat (IS) eine direkte Gefahr für sein Land. „Wenn wir den Vormarsch dieser außerordentlich gefährlichen Terrorbewegung nicht stoppen, wird sie nur stärker, bis sie uns auf den Straßen Großbritanniens angreifen kann“, schrieb Cameron in der Zeitung „The Sunday Telegraph“.

Sicherheit vor den IS-Kämpfern könne es nur geben, wenn Großbritannien alle Möglichkeiten von „Hilfen, Diplomatie und militärischen Fähigkeiten“ einsetze. Zugleich schloss Cameron die Entsendung britischer Truppen in die IS-Gebiete im Irak aus. Der britische Premierminister forderte einen langfristigen Plan bei der Bekämpfung der IS-Jihadisten. Dazu müsse Großbritannien mit Ländern wie Saudi-Arabien, Katar, Ägypten, der Türkei „und vielleicht sogar dem Iran“ zusammenarbeiten.

Die IS-Kämpfer brachten in den vergangenen Wochen Teile des Irak und Syriens unter ihre Kontrolle. Dabei gingen sie mit äußerster Brutalität gegen die Zivilbevölkerung vor, insbesondere gegen Angehörige religiöser Minderheiten wie Christen und Yeziden (Jesiden). Die USA ordneten deshalb Luftangriffe gegen die Jihadisten an. Zudem wurden internationale Hilfslieferungen für die Flüchtlinge aufgenommen.


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