Streiter: „Das System richtet sich ganz nach den Spielern“

Nach sechs Punkten gegen die Nachzügler Floridsdorf und Hartberg soll der positive Wacker-Trend in St. Pölten fortgesetzt werden.

Von Wolfgang Müller

Innsbruck –Einmal richtig durchatmen und dann gleich die nächste Hürde in Angriff nehmen – beim FC Wacker ist nach den sechs Punkten gegen die Nachzügler Floridsdorf und Hartberg Entspannung angesagt. Aber nur kurz, denn am Freitag steht der nächste wegweisend­e Härtetest in St. Pölten auf dem Programm. „Klar wollen wir den Trend bestätigen und etwas aus Niederösterreich mitnehmen“, erklärte Michael Streiter am gestrigen trainingsfreien Sonntag. Ob die Schwarzgrünen wie zuletzt zweimal mit einem 3/4/1/2-System auf­laufen, lässt der Wacker-Coach offen. „Das richtet sich nicht so sehr nach dem Gegner, sondern ganz nach den Spielern, die wir zur Verfügung haben“, so Streiter, der wohl auch in St. Pölten auf den „Sechser“ Jürgen Säume­l verzichten muss. Und die erhoffte Neuverpflichtung wird sich bis Freitag auch nicht ausgehen.

Die Systemfrage stellt sich auch für jenen Mann nicht, der alles genau im Auge hat – Pascal Grünwald kann den taktischen Zahlenspielen ohne­hin nicht viel abgewinnen. „Wir haben den Start nicht deshalb verpatzt, weil das System falsch war, sondern weil wir schlecht gespielt haben“, so Grünwald, dem es ohnehin lieber ist, wenn sich in seinem Strafraum nicht zu viele eigene Leute um Deckungsaufgaben streiten: „Es braucht eine gewisse Grundordnung, das ist schon klar. Aber es zählt letztlich doch nur, wie die Vorgaben auf dem Feld umgesetzt werden.“

Das wird auch im Schlager gegen St. Pölten so sein. Egal, ob mit Dreier-Abwehrkette, zwei Sechsern oder drei Stürmern. „Wir haben jetzt sechs Punkte eingefahren, die auch erwartet wurden. Jetzt geht es darum, die Chance zu nützen, um uns in dieser extrem engen Liga weiter nach vorne zu positionieren“, blickt Grünwald schon gespannt auf die nächsten Runden.


Kommentieren


Schlagworte