Film und TV

Im Dienst Ihrer Majestät in Osttirol

Nach dem Welterfolg „Skyfall“ (2012) stehte Daniel Craig auch in „Spectre “ wieder als James Bonds vor der Kamera.
© Sony Pictures

Für den 24. James-Bond-Film soll Anfang 2015 in Obertilliach gedreht werden. Dabei soll Hauptdarsteller Daniel Craig in dem idyllischen Dorf unter anderem seine Alpintauglichkeit unter Beweis stellen.

Von Catharina Oblasser

Obertilliach –Eine Landschaft wie ein Wintermärchen, traditionelle Holzhütten und hoch aufragende Gipfel: Das kann das 700-Seelen-Dorf im Osttiroler Lesachtal Filmschaffenden bieten. Und diesmal hat einer der ganz großen Produktionen der Filmwelt angebissen: James Bond, Teil 24, soll teilweise in Obertilliach gedreht werden. Zwei Wochen lang sollen im Jänner oder Februar die Kameras surren und Hauptdarsteller Daniel Craig ins rechte Licht rücken. Die Rolle des „M“ übernimmt Ralph Fiennes, Naomie Harris ist für die Rolle von Eve Moneypenny vorgesehen.

Zurzeit laufen in dem beschaulichen Tal die Planungen für Unterkünfte und Büros, heißt es. Über die Handlung von „Bond 24“, der im Herbst 2015 in die europäischen Kinos kommt, ist nichts bekannt. Das zerklüftete Gebirge der Lienzer Dolomiten würde jedenfalls eine prächtige Kulisse für actionreiche Stunts im Auftrag Ihrer Majestät abgeben.

Wie es aus Touristikerkreisen heißt, werden Ende August mehrere so genannte Location Manager im Auftrag der Bond-Macher nach Obertilliach kommen. Dann wird entschieden, wo genau was und wie lange gefilmt wird. Fixe Auskünfte gebe es erst dann. Auch der Obertilliacher Bürgermeister Matthias Scherer hüllt sich in Schweigen und will nichts dazu sagen, dass Bilder seines Heimatdorfes über die 007-Schiene in die ganze Welt transportiert werden könnten.

Bedeckt in Sachen „Bond 24“ hält sich auch Johannes Köck von der Tiroler Film-Commission Cine Tirol. Aufgrund „vertraglicher Vereinbarungen“ könne er zum jetzigen Zeitpunkt nichts zu diesem Thema sagen, ließ Köck am Mittwoch auf Anfrage der TT wissen.

Zu einem anderen James-Bond-Streifen mit Tirol-Bezug kann der Osttiroler Location Scout Leo Baumgartner eine Anekdote beisteuern: „Beim Film ‚Golden Eye‘ aus dem Jahr 1995, für den ich ebenfalls Drehorte suchte, hat es mit dem Bösewicht eine besondere Bewandtnis“, erinnert sich Baumgartner. Laut Drehbuch ist der nämlich ein Überlebender der Kosakentragödie, die sich 1945 in Lienz abspielte. „Doch in der deutschen Synchronisation wurde ‚Lienz‘ kurzerhand zu ‚Linz‘ gemacht.“

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Catharina Oblasser

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