IKB gegen Flughafen-Ehe

Innsbruck – Die angedachte enge Partnerschaft der Flughäfen Innsbruck und Bozen sieht IKB-Chef Harald Schneider skeptisch. Die IKB hält 51 %...

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Innsbruck –Die angedachte enge Partnerschaft der Flughäfen Innsbruck und Bozen sieht IKB-Chef Harald Schneider skeptisch. Die IKB hält 51 % an der Innsbrucker Flughafengesellschaft. „Aus unserer Sicht besteht geringer Handlungsbedarf“, sagte Schneider zur TT. Wie berichtet, diskutieren die Landeshauptleute (LH) Tirols und Südtirols eine Zusammenarbeit der Airports vor allem beim Chartergeschäft.

Südtirols LH Arno Kompatscher denkt langfristig auch ein gemeinsames Dach für die Flughäfen an. Schneider erteilte dieser Idee gestern eine klare Abfuhr. „Eine gesellschaftliche Verschränkung ist aus Eigentümersicht nicht denkbar.“ Man könne Bozen beratend unterstützen, aber: „Das darf nicht zu Lasten des Flughafens Innsbruck gehen. Man wird sich an nichts beteiligen, das negative Ergebnisse bringt.“ Zur kolportierten Idee, einige Flüge an Bozen abzutreten, meint Schneider: „Dafür sehe ich keinen Grund. Wir werden nichts herschenken.“ Auch einen Ausbau der Bozner Landebahn sieht er skeptisch. Europäische Beispiele würden zeigen, dass zwei Regionalflughäfen in nächster Nähe große Probleme hätten, sich zu behaupten.

Innsbrucks Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer meinte zu der Causa gestern: „Wenn es eine Win-win-Situation gibt, dann kann man viele Dinge prüfen.“ (wer)


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