Keine Flucht in Richtung Außerfern

Innsbruck, Außerfern – Egal ob jene, die es auf völlig überladenen Booten von Afrika über das Mittelmeer nach Europa schaffen, oder jene, di...

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Innsbruck, Außerfern –Egal ob jene, die es auf völlig überladenen Booten von Afrika über das Mittelmeer nach Europa schaffen, oder jene, die aus den Krisenregionen Syrien und Irak fliehen – die Flüchtlingsströme reißen nicht ab.

2222 von ihnen – so die Quote – sollen zwischenzeitlich in Tirol Unterschlupf finden. Mehr als 300 Plätze fehlen jedoch noch. Diese will die zuständige Landesrätin Christine Baur (Grüne) bis zum Jahresende anbieten können.

Während der Bund kürzlich 45 Flüchtlinge in Thiersee/Landl unterbrachte und die Anwohner gegen eine weitere Aufstockung auf 95 Personen Sturm liefen, blieb der Bezirk Reutte in der Debatte bislang außen vor.

Laut Bezirkshauptfrau Katharina Rumpf sei diesbezüglich derzeit auch nichts geplant: „Das läuft zwar nicht über die Bezirkshauptmannschaft, sondern über die Flüchtlingskoordination des Landes. Dort werden auch immer wieder Objekte angeboten und diese dann mit den jeweiligen Gemeinden geprüft, aber so weit ich weiß, ist diesbezüglich im Bezirk derzeit nichts aktuell.“

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Die Ulrichsbrücke in Vils und der Bayerische Hof in Ehrwald werden seit Jahren nicht mehr als Flüchtlingsunterkunft genutzt. Das einzige noch bestehende Flüchtlingsheim im Außerfern, jenes in Breitenwang, wird aktuell von knapp 60 Personen bewohnt. „Wir nehmen hier als Gemeinde sicher eine Vorreiterrolle ein. Aber das Haus im Kreckelmoos ist voll. Weitere Personen aufzunehmen, ist nicht möglich. Die Bewohner werden von der Bevölkerung akzeptiert und so soll es auch bleiben“, sagt Bürgermeister Hanspeter Wagner, der sich damit klar gegen eine Aufnahme weiterer Flüchtlinge ausspricht. (fasi)


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