Fischer will Flüchtlingsströme in Europa besser verteilen

Wien (APA) - Bundespräsident Heinz Fischer will Flüchtlinge in Europa besser aufteilen. Es müsse einen „Lastenausgleich“ geben - nach einem ...

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Wien (APA) - Bundespräsident Heinz Fischer will Flüchtlinge in Europa besser aufteilen. Es müsse einen „Lastenausgleich“ geben - nach einem Schlüssel solle die Größe von Ländern, ihre Bevölkerung sowie die Zahl der Asylsuchenden in vergangenen Jahren berücksichtigt werde, sagte Fischer laut einer Aussendung nach einem Treffen mit Amtskollegen im portugiesischen Ort Braga am Dienstag.

Ob Fischer sich auch dafür ausspreche, dass somit Österreich mehr Flüchtlinge etwa aus Konfliktstaaten wie Syrien oder dem Irak aufnehme, wollte Fischer-Sprecher Bruno Aigner auf Anfrage der APA nicht beantworten.

An dem Treffen der sogenannten Arraiolos-Gruppe in Portugal nahmen neben Fischer auch die Staatsoberhäupter Deutschlands, Lettlands, Ungarns, Polens, Portugals, Finnlands, Bulgariens und Estlands teil. Es fand ein „informeller Austausch“ der Präsidenten statt.

Thema waren neben der Flüchtlingspolitik auch Energiefragen. Fischer sprach sich für einen raschen Bau der Gaspipeline South Stream aus, um die Versorgungssicherheit von Europa mit russischem Gas zu gewährleisten, hieß es aus dem Präsidialamt. Unterstützt wurde er dabei von seinem ungarischen Amtskollegen Janos Ader, der laut der ungarischen Nachrichtenagentur MTI auf die Versorgungssicherheit Deutschlands durch North Stream verwies. Der deutsche Präsident Joachim Gauck nahm nicht zu dem Thema Stellung, sagt eine Sprecherin des Berliner Präsidialamtes auf Anfrage der APA.

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