Jeder vierte Syrer braucht dringend Lebensmittelhilfen

Laut der UNO ist die Zahl seit vergangenem Jahr ist die Zahl um 50 Prozent angestiegen.

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Das Regime mache bei den Verschleppungen auch vor Kindern nicht halt, sagte eine dem Martyrium entkommene Studentin gegenüber der Menschenrechtsorganisation Amnesty International.
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Beirut – Im Bürgerkriegsland Syrien braucht nach Angaben der Vereinten Nationen inzwischen jeder vierte Einwohner dringend Lebensmittelhilfen. Die Zahl der Hilfsbedürftigen sei auf mehr als sechs Millionen gestiegen, teilten das Welternährungsprogramm (WFP) und die UNo-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) am Dienstag mit. Dies bedeute eine Zunahme um rund 50 Prozent seit dem vergangenen Jahr.

Etwa 60 Prozent der 23 Millionen Syrer lebten inzwischen unter der Armutsschwelle, teilten WFP und FAO weiter mit. Die Ernteerträge seien allein seit dem vergangenen Jahr um 40 Prozent gesunken.

Aus anfänglich friedlichen Protesten gegen Staatschef Bashar al-Assad hatte sich in Syrien seit Mitte März 2011 ein Bürgerkrieg entwickelt. Bisher wurden Schätzungen zufolge mehr als 190.000 Menschen getötet.

Zuvor hatte das WFP angekündigt, seine Nahrungsmittelrationen für Vertriebene in Syrien ab Oktober um 40 Prozent zu kürzen. Auch die Verteilung von Lebensmittelkarten an syrische Flüchtlinge in den Nachbarstaaten werde wegen Geldmangels voraussichtlich eingeschränkt, hieß es. (APA/AFP)

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